ÄrzteTag

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Corona-Prämie für Pfleger – warum nicht auch für MFA?

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Wenn davon geredet wird, dass die Corona-Pandemie die Arztpraxen vor enorme organisatorische Herausforderungen gestellt hat, dann wird leicht vergessen, dass neben den Ärzten vor allem die Medizinischen Fachangestellten (kurz MFA) einen wichtigen Anteil daran hatten, dass der Laden weiter lief. Dass Patienten weiter Termine und Überweisungen erhielten, die Corona-Abstriche ordentlich gemacht und ans Labor geschickt wurden, und, und und. Und diese Berufsgruppe war gerade im vergangenen Jahr auch besonderen Infektionsrisiken ausgesetzt, wie nicht zuletzt aktuelle Kassenzahlen belegen. So gab es im vierten Quartal 2020 nach der Berufsgruppe der Alten- und Krankenpflegekräfte die meisten Fälle an Arbeitsunfähigkeit wegen COVID-19 in der Berufsgruppe der MFA. Laut AOK hatten diese bis zum Oktober sogar an Platz 1 gelegen. Und doch wird diese Berufsgruppe von der Politik bei den Corona-Prämien außen vor gelassen. So auch aktuell, wo eine erneute Prämie für Pflegekräfte geplant wird. Im Podcast machen zwei engagierte MFA, die seit vielen Jahren in einer Hausarztpraxis tätig sind, ihrem Ärger Luft, dass sie offenbar von der Bundesregierung übersehen werden. Und sie verdeutlichen, was ihre Berufsgruppe dazu beigetragen hat, dass Patienten die Pandemie hindurch gut versorgt wurden.


Kommentare

Birgit M.
by Birgit M. on
Ich kann mich den Kolleginnen nur anschließen...keine Corona Prämie, dafür ein sehr hoher und oft unverständlicher bürokratischer Mehraufwand und ein generell sehr hoher Arbeitsaufwand durch COVID Abstriche und sehr viel Erklärungsbedarf bei den den Patienten...und keinen Schutz durch eine priorisierte Impfung. Heute die Meldung, dass Erzieher und Lehrer sich ab Mittwoch impfen lassen können...Das ist wahrhaftig eine Zumutung für alle MFAs, die sich bei den täglichen Abstrichen einem hohen Infektionsrisiko aussetzen und im Tagesverlauf ohne relevanten Abstand Blutentnahmen, Lungenfunktionsprüfungen und Ekgs und weitere Untersuchungen und Behandlungen durchführen und das Ganze oft an chronisch kranken und auch älteren Menschen. Wird hier eigentlich überhaupt mal nachgedacht?

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