ÄrzteTag

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Neue Pflichten aus dem AI Act: Was müssen Praxen jetzt tun, Professorin Gokel?

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Seit August 2026 sieht die europäische KI-Verordnung (AI Act) neue Pflichten für Betreiber und Anwender von Künstlicher Intelligenz vor. Worauf Arztpraxen seitdem achten müssen, erklärt Professorin Julia Gokel, Fachanwältin für Medizinrecht in der Kanzlei Lyck+Pätzold in Bad Homburg und Professorin an der SRH Hochschule Heidelberg.

Dabei geht es vor allem um die Hinweispflichten: Reicht dafür das Impressum oder die Datenschutzerklärung auf der Praxiswebseite aus? Nein, sagt Gokel.

Weil das Thema KI in den Praxen immer mehr Raum einnimmt, geht es im „ÄrzteTag“-Podcast auch darum, wie Ärztinnen und Ärzte ihre Patienten darauf hinweisen können, dass und welche KI-Tools sie nutzen. Da war der Schritt natürlich auch nicht mehr weit zu dem Thema: Was tun, wenn Patienten mit einer KI-Diagnose in die Praxis kommen? Julia Gokel rät davon ab, die von künstlicher Intelligenz ausgespuckte Diagnose in die Akte zu nehmen (24:58). Darüber reden sollte man aber natürlich mit dem Patienten.

Ihr Tipp an die Praxen: Jetzt eine KI-Inventur vornehmen – auch mit Blick auf weitere Pflichten, die ab dem kommenden Jahr aus der KI-Verordnung entstehen

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Was darf bei der Einführung eines Primärversorgungssystems auf keinen Fall schief gehen, Frau Hummers?

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Die Erwartungen an das von der Bundesregierung geplante Primärversorgungssystem sind hoch: kürzere Wege für Patientinnen und Patienten, eine bessere Koordination von Behandlungen und ein effizienterer Einsatz begrenzter Ressourcen. Aber wie könnte ein solches System konkret aussehen?

Darüber spricht Professorin Eva Hummers, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM), in dieser Folge der Berliner Stunde. Sie erklärt, warum ein Primärversorgungssystem weit mehr ist als eine Überweisungspflicht und weshalb hausärztliche Praxen nicht nur Lotsen sein können, sondern oftmals auch fallabschließend versorgen sollten. Wie hoch der Anteil der Anliegen sein könnte, die Hausärzte abschließend behandeln, erläutert sie im Podcast.

Das Positionspapier der DEGAM finden Sie [hier](https://www.degam.de/files/inhalt/pdf/positionspapiere_stellungnahmen/positionspapier_neues_verzeichnis/2026_degam_primaerversorgung_5plus5_langfassung.pdf).

Wie können Ärztinnen und Ärzte das neue Altersvorsorgedepot für den Ruhestand nutzen, Herr Pfingsten?

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Direkte staatliche Förderung für die Altersvorsorge: Die gibt es ab 2027 erstmals auch für Selbstständige, also auch für freiberuflich tätige Ärztinnen und Ärzte. Wie das zum 1. Januar kommende Altersvorsorgedepot für den Erhalt des Lebensstandards im Alter nutzbar ist, worauf bei der Anlage zu achten ist und wie Rendite und Risiko in Einklang zu bringen sind, erläutert Reinhard Pfingsten, Chief Investment Officer (CIO) der apoBank.

Was brauchen Menschen mit Behinderung, damit ihre Behandlung gelingt, Dr. Schwabl?

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Sie haben Patienten und Patientinnen mit Behinderung, die häufiger mal nicht zum Termin erscheinen? Oder erst zu Ihnen kommen, wenn die Beschwerden sehr stark sind? Dann kann es sein, dass sie den Arztbesuch aus Angst vermeiden. Denn dies ist unter Menschen mit Behinderung häufiger vertreten.

Im „ÄrzteTag“-Podcast erklärt Dr. Janina Schwabl, warum diese Ängste so groß sind und warum es da schon helfen kann, einfach den weißen Kittel wegzulassen. Sie ist Neurologin und leitende Oberärztin am SIMI, dem Sengelmann Institut für Medizin und Inklusion am Evangelischen Krankenhaus Alsterdorf.

Die Angst kann ganz unterschiedliche Gründe haben: Manche sind beispielsweise mit der Situation überfordert, manchen können den Arztbesuch überhaut nicht verstehen. Und manche sind möglicherweise traumatisiert von medizinischen Prozeduren und schlechten Erfahrungen im Gesundheitswesen.

Im Podcast nennt Dr. Schwabl kleine Anpassungen im Praxisalltag, mit denen niedergelassene Ärztinnen und Ärzte den Arztbesuch für Menschen mit Behinderung erleichtern können – ohne großen zusätzlichen Zeitaufwand.

Denn für Menschen mit Behinderung ist eine kontinuierliche Gesundheitsversorgung besonders wichtig: Viele sind häufiger und schwerer erkrankt als Menschen ohne Behinderung.

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

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Testosteron beeinflusst weit mehr als nur die männliche Sexualfunktion: Es erfüllt eine zentrale Funktion für Stoffwechsel, Muskel- und Knochengesundheit, Psyche und Herz-Kreislauf-System. Entsprechend vielfältig und oft unspezifisch sind die Beschwerden bei einem Mangel – dem männlichen Hypogonadismus. Häufig leiden Betroffene jahrelang an ihren Symptomen, bis der zugrundeliegende Testosteronmangel erkannt wird. Hören Sie im Podcast, welche Warnsignale in der hausärztlichen Versorgung Hinweise geben können und welche Chancen eine frühzeitige Diagnose bietet.

Über diesen Podcast

ÄrzteTag - der Podcast der "Ärzte Zeitung". Wir blicken kommentierend und persönlich auf den Tag, wichtige Ereignisse und Meilensteine. Wir laden Gäste ein, mit denen wir über aktuelle Ereignisse aus Medizin, Gesundheitspolitik, Versorgungsforschung und dem ärztlichen Berufsalltag reden.

von und mit Ärzte Zeitung

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