ÄrzteTag

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Werden Menschen mit Behinderung im Gesundheitssystem benachteiligt, Professorin Graumann?

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Im vergangenen Dezember sorgte das Bundesverfassungsgericht mit einem Urteil zur Corona-Triage für Unruhe: Der Bundesgesetzgeber habe das Grundgesetz verletzt, „weil er es unterlassen hat, Vorkehrungen zu treffen, damit niemand wegen seiner Behinderung bei der Zuteilung überlebenswichtiger, nicht für alle zur Verfügung stehender intensivmedizinischer Behandlungsressourcen benachteiligt wird.“

Wie steht es um die medizinische Versorgung von behinderten Patientinnen und Patienten diesseits der Extremsituation einer Triage? Dazu spricht im „ÄrzteTag“-Podcast Prof. Sigrid Graumann aus Bochum. Sie ist Professorin für Ethik im Fachbereich Heilpädagogik und Pflege an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe und seit 2017 Rektorin der Hochschule und Mitglied in Deutschen Ethikrat.

Graumann hat ein Buch zum Thema verfasst: „Assistierte Freiheit“. Die assistierte Freiheit soll das alte Modell der ärztlichen Zuwendung von oben herab durch ein Modell der Begegnung auf Augenhöhe ersetzen. Im „ÄrzteTag“ erklärt Graumann, was sich in Praxen und Krankenhäusern konkret ändern müsste, damit die UN-Menschenrechtskonvention auch in der medizinischen Versorgung umgesetzt wird. Auch spricht sie darüber, wie man mit dem Fremdeln und der Furcht zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen umgehen kann.


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