ÄrzteTag

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00:00:03:

00:00:06: Willkommen zum Ärztetag, dem Podcast der Ärztezeitung.

00:00:09: Mein Name ist Hauke Gerloff und ich bin stellvertretender Chefaktor.

00:00:12: Unser Thema heute ist die neue Versorgungspauschale, die zum ersten Juli wirksam wird.

00:00:18: In Ziffern sind es in erster Linie die Positionen Null drei eins null null und die GOP Null dreizeins zero.

00:00:27: sie soll Hausärzten und Hausärzen helfen den Aufwand in der Betreuung leicht chronisch Erkrankter zu reduzieren.

00:00:34: Aber sie ist umstritten.

00:00:37: Und wer könnte besser über diese neue Leistung für Hausärzte sprechen als Christian Sommerbrot?

00:00:42: Hausarzt in Wiesbaden, einer BAG und Mitglied des Bundesvorstands des Hausärztinnen- und Hausärzteverpannens.

00:00:50: Da ist er auch schon!

00:00:51: Ich grüße Sie in der Leitung Herr Sommerbroth.

00:00:53: Hallo Herrn Gerloff einen wunderschönen guten Tag.

00:00:57: Ja, Herr Sommerbrot.

00:00:58: Die Versorgungspauschale ist ein Kind des ja schließlich doch noch verabschiedeten rudimentären Gesundheitsversorgungsstärkungsgesetzes das nach Ende der Ampelkoalition verabsiedet worden ist.

00:01:11: Dazu gehört auch die Entbudgetierung der hausärztlich tätigen Ärztinnen und Ärzte.

00:01:17: Grundsätzlich waren sie im Verband mit dem Gesetzestext ja eigentlich auch fein, wenn ich mich richtig erinnere.

00:01:24: Aber vor die Umsetzung hatte der Gesetzgeber noch die Selbstverwaltung gesetzt.

00:01:29: Die hat dann sehr lange gebrütet länger als sie durfte eigentlich... Was hätten Sie sich eigentlich gewünscht, dass aus dem Gesetzestext entsteht?

00:01:38: Das geht ja eigentlich um eine Entlastung der Praxen!

00:01:41: Genau, also die Grundidee war ja das, dass die Praxen entlastet werden.

00:01:46: Dass auch so die Patienten unnötige Praxisgesuche vermieden werden, dass wir Patienten, die leicht als Onika sind, die gut medikamentös eingestellt sind und uns eine regelmäßige ärztliche Kontrolle benötigen, im Runde genommen einsachts mit ihrer Medikation versorgen können so dass die Patienten nicht immer in der Praxis sind und Arbeitsverursachen auf der einen Seite oder auf der anderen Seite aber gut versorgt sind.

00:02:19: Und was hat diese Verwaltung jetzt daraus gemacht?

00:02:22: Die Riesenverwaltung hat letztendlich das gemacht, was der Gerätstext hier gegeben hat.

00:02:27: und da sind zwar eigentlich schon beim Hauptproblem.

00:02:30: Der Grundgedanke an sich war gut über den Gerätstext war sehr schlampig geschrieben.

00:02:35: man muss ganz ehrlich sagen, man wärt in dem Gerätestext an vielen Ecken und Enden dass er im Grunde genommen auf die letzten Meile durch den Bundestag kontrolliert wurde.

00:02:46: Und das, was drin stand hat letztendlich den Trayern in der Selbstverwaltung, die sich an ihre Vorgaben, die im Gewerzt stehen halten müssen.

00:02:55: Letzendlich nicht sehr viel Spielraum gegeben.

00:02:57: und das weil es bei rausgekommen ist muss man sagen is eine Todgeburt.

00:03:02: Nach langen Wehen kam eine Tod-Geburt raus.

00:03:05: Es wird jeder Patient entlasten, es wird schon auf Bergheimsfall Arztpraxen entlastet.

00:03:09: So ist eigentlich für alle Beteiligten eine Mehrbelastung und Zutun geworden und das Beste was man tun kann ist es nach Mützigkeit zu ignorieren.

00:03:18: Gut diesen letzten Satz den wollen wir uns vielleicht in Hauer nochmal angucken.

00:03:23: also ich würde jetzt erst mal sagen genug der Politik.

00:03:25: schließlich kann man vielleicht versuchen dass Gesetze wieder abgeschafft werden oder Regeln der Selbstverwaltung wieder zu ändern.

00:03:33: Aber bis zu diesem Zeitpunkt gilt es für gute Staatsbürger und dazu gehören ja wahrscheinlich auch die Vertragsärztinnen und Vertragserzte dieses in der Umsetzung äußerst komplexer Konstrukt im Alltag zu bewältigen.

00:03:48: Vielleicht nochmal kurz zur Erinnerung, was steckt denn in diesem Beschluss eigentlich drin zur Versorgungspauschale?

00:03:56: Vielleicht versuchen wir noch mal die Sache darzustellen bevor wir dann zu dem Schluss kommen, was wir tun können.

00:04:02: Also dann gehen wir da noch mal in die Grundlagen.

00:04:06: Das, was am Ende nach der Vorgaben des Gesetzes und nach der Interpretation und Verhandlung des Bewertungsausschusses rausgekommen ist, geht es jetzt um Patientinnen und Patienten, die achtzehn bis viertig Jahre alt sind an den letzten vier Quartalen an genau einer chronischen Erkrankung ohne intensiven Betreuungsaufwand leiden nur ausschließlich ein einziges verschreibungslichtiges Präparat zu Lasten der GKV erhalten.

00:04:35: Das wäre erst mal die Grundlage.

00:04:37: Interessanterweise wurde dann zusätzlich die zugelassenen Diagnosen auf vier Gruppen festgesetzt, das sind nämlich die Schildklusing-Unterfunktion, die Hypo-Theriosen, die Fertiglochs-Sächsligstörung, die essenzielle Hypertonie, Urnohypertensile Krise und die Idiopathische Licht.

00:04:57: Diese vier Diagnosengruppen sind letztendlich das, worauf es sich geeinigt hat.

00:05:04: Der Streitpunkt und das, wo das Gesetz besonders unpräziser war, war der begriffsleichte Chroniker.

00:05:12: Das ist halt mein Begriff bei den meisten einer gesetzlichen Assoziation hervor.

00:05:19: die meisten auch intuitiv erfassen.

00:05:21: Aber wenn man das Ganze dann zu einem Regelwerk zu pressen, ist dann der betrifft leichte Chroniker auf einmal sehr schwierig und genau daran hat es gescheitert.

00:05:30: Und am Ende kam es dann eben zu diesen vier Gruppen, die man dann definiert hat bei denen ein intensiver ärztlicher Betreuungsaufwand nicht bestehen würde.

00:05:41: Das muss man sagen, dass hier Gruppen existieren so in der Praxis isoliert nur in Ausnahmefällen.

00:05:48: Also vier Indikationen und das sind ja durchaus häufige, aber häufig ist es eben auch so dass nicht nur eine Indikacion ist.

00:05:57: Wer Kicht hat der hat oft auch Hypertonie oder vielleicht zu hohe Blutfettwerte und es darf nur wenig Betreuungsaufwand sein und es da auch nur ein Medikament dagegen eingesetzt werden.

00:06:09: sonst gelten die alten Chronika-Regeln.

00:06:12: Es sollen also wirklich nur die leicht chronisch Erkrankten darüber erwischt werden.

00:06:16: Und die müssen Sie dann nur noch einmal im halben Jahr sehen und können diese halbjährlich ansetzbare Ziffer aufschreiben?

00:06:22: Genau, das klingt ja erstmal gar nicht so schlecht!

00:06:26: Also wo liegen denn die Probleme genau?

00:06:28: Naja, die Probleme liegen an der Identifikation der betroffenen Patienten.

00:06:32: Das muss man sagen, dass sind genau die Patienten.

00:06:35: Einen sehr kurzen Berührungstut an der Anmeldung haben.

00:06:40: Dauermedikament Appluenz Und da vorne gibt es erst mal die Aufmerksamkeit der MSAS und die Aufmersamkeit der Ärzte, diese Patienten zu identifizieren.

00:06:49: Damit man sie richtig abrechnet und nicht so abrechnet wie man das übergetan hat, dass ich für den ganz normalen Groene-Krezephan, die würden nachdrücklich nämlich regressiert werden

00:07:00: Genau, die würden in der sachlich rechnerischen Richtigstellung dann einfach gestrichen und stattdessen die andere Ziffer eingefügt.

00:07:07: Allerdings ist es

00:07:08: ein bisschen schlimmer Herr Loster, da muss ich das jetzt tatsächlich nicht mal einladen.

00:07:12: Oh sogar noch schlimmer?

00:07:13: Ja weil es ist nicht eine Berichtigung der Abrechnung sondern die Abrechnung geht ja zu dem Wurzginal beendet.

00:07:22: Das geht alles zu den Krankenkassen und erst die Krankenkasten können feststellen, ob der Patient tatsächlich im gesamten Behandlungsverlauf nur eine Diagnose hat und nur einen Medikament nimmt.

00:07:37: Das kann die KV nicht so dass es dann immer zu Regressanträgen durch die Kasse kommt.

00:07:42: Ach komm also was für ein Aufwand denn der da übertrieben werden muss?

00:07:47: Also die Kv hat die Medikationsinformationen nicht und deswegen geht's dann durch bei der KV weil das eine Diagnose ist aber Und weil sie denkt, das sind mehr als einen Medikament.

00:08:00: Weil der Arzt ja Weißwasser will oder die Ärztin oder weiß was er abrechnet und dann sagt die Krankenkasse im Moment mal, da hat auch nur ein Medikamente.

00:08:09: deswegen muss das jetzt als leichter Chroniker bestimmt werden.

00:08:13: so ist es und dann gibt's direkt S-Verfahren Genau,

00:08:16: also das ist durchaus schwierig, das Ganze wirklich vernünftig zu setzen.

00:08:21: Weil wir auch immer wieder Patienten haben die mit einzelnen Diagnosen in einzelnen Traxen zersorgt werden.

00:08:28: Manchmal über Landesgrenzen.

00:08:30: Wir haben immer wieder hausärztliche Witze, die in Facharztraxen bestellt werden und die dann auch in diesem Falle laufen.

00:08:40: Das ist Insgesamt tatsächlich eine unwirkliche Situation, weil halt das Konzol hinzieht.

00:08:46: Es kann letztlich so die Praxis dann entscheiden an ihren eigenen Unterlagen und die Statistikprogramme der meisten TCS-Hersteller sind nicht in der Lage, eine Diagnose zu finden bei einer Patientin, der sonst keine weiteren hat.

00:09:03: Ja, also wenn jetzt die Schildspielung...

00:09:05: Also das kann ich nicht sagen?

00:09:06: Genau.

00:09:07: Die Schildpielung ist eine Unterfunktion der.

00:09:08: so ein schönes Beispiel.

00:09:10: Also ich kann bei einem TVS-System jetzt nicht sagen zeigen wir alle Patienten, wie alle Schilds mit einer Unterfunksion haben aber sonst keine weitere Diagnose und das werden die wenigsten können und dass es tatsächlich einen gewisser Programmierauswand ob die TVS Hersteller das alle anbieten werden, werden wir sehen, dass das entsprechend rausgefiltert wird.

00:09:31: Viele Grafhauen überlegen schon, dass die Fehler-Listen zur Verfügung stellen.

00:09:37: Den Traxen im Rahmen der Abrichtungskontrolle, wo dann kontrolliert werden kann oder wo die Praxis auch hingewiesen wird.

00:09:45: und vorsicht dieser Patient hat nur eine Diagnose von den bestreffenden Diagnosen, das man das doch mal intern prüfen kann Und Gott sei Dank trifft es halt eben tatsächlich noch relativ wenig Patienten.

00:09:59: Gut, und das Ganze wird ja noch komplizierter durch die Null drei Eins Eins Null für die Patienten.

00:10:05: Die wegen derselben Erkrankung dann doch im nächsten Quartal wieder vorstellig werden müssen.

00:10:10: Das kennt man ja.

00:10:10: Wiederholungsrezept gut.

00:10:12: Das kann man inzwischen lösen.

00:10:14: Gepaler Infekt ist eigentlich ein anderer Anlass aber vielleicht hat das eine mit dem anderen doch ein bisschen zu tun dass man vielleicht anfälliger für so infekte ist.

00:10:24: Das geht bei mir mit meiner leichten chronischen Erkrankung.

00:10:27: Die allerdings nicht zu den Vieren gehört, also zu den vier Indikationen gehört die dabei sind.

00:10:33: Geht mir das auch so?

00:10:33: Also ich komme im Schnitt deutlich häufiger in die Praxis als einmal im Halben Jahr weil eben andere Anlässe da sind.

00:10:43: aber ich darf dass dann am Ende ja nicht bei allen Monochronikern sagen wir mal abrechnen als Praxis sondern nur bei acht Prozent.

00:10:53: lässt sich das überhaupt managen?

00:10:55: Das ist spannend, dass es eine echte Herausforderung, das ist ja das was ich gesprochen habe.

00:10:59: Wir haben letztendlich ein Ein-Eins-Verwaltungswirr war bekommen der ein unglaubliches Controlling nachzieht.

00:11:07: also man kann hier tatsächlich in keinster Weise nicht mal unter auch den egal wie optimistisch man auf die wir Auch die Überregel der Kups kann man nicht dem Ansatz schon an eine Erleichterung reden.

00:11:19: Das ist auf allen Ebenen eine unendliche Komplizierung.

00:11:24: Nun ist jetzt vor ein paar Tagen erst noch beschlossen worden, dass es dann für die Null Drei Eins Eins Null für BAG nochmal einen Zuschlag von elf Prozent auf die Pauschale geben soll wie auch bei der Null drei eins Null Null glaube ich das kam noch.

00:11:39: Sie sind jetzt selber in der BAG.

00:11:42: Kann sie das irgendwie mild tätig stimmen?

00:11:44: Nein, das Problem ist jetzt nicht primär die Vergütung.

00:11:48: Das wäre noch mal ein ganz eigenes Thema.

00:11:50: aber der Hauptpunkt ist einfach dieser enorme Kontrollingaufwand der da herrscht, der einfach keine Entlastung ist sondern eher eine Zunahme der Belastung in den Traxen ist weil ich ja wirklich auf ganz schönen Ebenen bei dem Patienten gucken muss und dass kontrollieren muss.

00:12:09: Ich kann tatsächlich hier keinen positiven Aspekt an der Versorgungstorschwalle sehen.

00:12:15: Gut, dann also die Honorarhöhe wollen wir jetzt mal außen vorlassen sonst wird es vielleicht zu komplex... Lange Rede, kurzer Sinn.

00:12:26: Sie haben jetzt am Anfang gesagt, am besten ignorieren.

00:12:29: auf wie viele Patienten trifft denn überhaupt diese Monochroniker-Regelung zu?

00:12:34: Haben sie das mal für ihre Praxis durchgerechnet?

00:12:37: Ich habe hier und da gehört das Treffen auf maximal fünf Prozent der Patienten zu eher weniger

00:12:42: Ja, insofern muss ich ganz ehrlich zugeben Ich habe das Regelwerk gelesen und habe eines sofortes beiseite gelegt, weil ich gar nicht bereite mich damit zu beschäftigen.

00:12:53: Das ist vom eigenen Gefühlserleben bezügt nur ein Minimum der betreffenden Patienten.

00:12:59: Da werde ich tatsächlich jetzt erstmal zurücklehnen.

00:13:03: Es ist ja auch so dass die meisten Kassauern in Hessen sehr genau daran gearbeitet wird, dass man eben mit der Abrechnung so eine Liste in die ausgehändigt bekommt.

00:13:15: Diese Liste können an die Praxen durchgehen und dann ist das noch zwei, drei Quartalen erledigt.

00:13:20: Dann hat man seine bedrohlichen Patienten identifiziert und entsprechend richtig verschlüsselt und auch so markiert, dass es in den Volldruckquartalen nicht mehr passiert.

00:13:30: Man darf sich vergessen, dass wir immer wieder Patienten haben, wo Diagnosen noch nicht verschlüsselt wurden und Patienten, die halt sagen wir mal unkompliziert in der Praxis mitlaufen.

00:13:44: Da leidet dann manchmal auch die Verschlussungssensualität.

00:13:48: Und da kann ich den Kollegen nur aufpassen tatsächlich doch mal sehr aktivisch hin zu gucken ob ich jetzt dann noch Verschiebungen bestimmter Laborwerte an die Positas regnen schiefstand.

00:13:57: es gibt eine Reihe von Diagnosen die für die Patienten doch relevant sind und womit man dann eben diese Regelung unterläuft mit einer Diagnose

00:14:09: Gibt's da... Empfehlung, welche Diagnosen?

00:14:12: Also Sie haben jetzt zwei genannt Adipositas.

00:14:15: Was ja durchaus häufig vorkommt und das andere war Becken-Schiefstand, hatten sie gesagt?

00:14:19: Ja also es geht jetzt darum dass ich erst mal nur Diagnose aufgezählt habe die mäuslichen Setting manchmal ein bisschen unterkriegen.

00:14:28: Wenn der Patient Adipös ist, leicht Adipöses wird das häufig nicht verschlüsselt wenn da Verschiebungen im Labor sind, Hypercholesterinämie, Hyporheximie wird mäuslich nicht verschlossen wenn es jetzt keine Versorgungsrelevanz hat.

00:14:43: Bei Pollenallergie ist auch so eine beliebte Sache, Hausstauballergie.

00:14:46: Also es gibt so eine Reihe von Diagnosen die sagen wir mal eine minderschwere Beeinträchtigung für die Patienten bedeuten oder gar keine Beeintrichtigung, die aber rein formal erhoben gehören.

00:15:00: und wenn man sich aus dieser Diagnose mal anschaut dann wird bei ganz vielen Patienten sieht aus wie der Regelung, dass der Patient nur eine Diagnose hat rausgekommen.

00:15:13: Und dann läuft alles weiter wie bisher.

00:15:15: Es geht aber auf keinen Fall darum das man jetzt rücken will, welche Diagnosen er trägt, sondern man muss die Patienten natürlich schon angucken und die richtigen Diagnosen wählen.

00:15:24: Aber ich habe jetzt so im Fest des Quartals mal die Patienten mal ein bisschen aktivischer angeguckt und hab genau solche Diagnose, die es jetzt aufgezählt haben, festgestellt, dass ich die einfach... bisher nicht so akribisch ausgefasst habe.

00:15:41: Und das hole ich jetzt nach und das wird dann ein Zwei-Drei-Quartale dauern, und dann ist dieses Thema auch weitestgehend abgesucht.

00:15:48: Also auf keinen Fall Abcoding?

00:15:51: Da könnte man einem ja dann auch noch einen Strick draus drehen wenn es also in sich nicht mit der Realität des Patienten oder der Patientin deckt aber eben genau hinschauen und dann findet sich meistens irgendwas.

00:16:05: was man vorher vergessen hat.

00:16:06: Der Begriff

00:16:07: Abcoding ist hier vielleicht falsch, also hier würde ich von Right Coding eher ausgehen.

00:16:11: Also es gibt sicherlich ein falsches Kodieren in dem anrelevante Diagnosen vergisst und es gibt sich einen falschen Kodierung im Sinne von, dass man Diagnose aufschreibt die es nicht gibt.

00:16:23: aber wenn man die Diagnosen die die Patienten haben auftweit und man als Arzt selber rein denkt dann ist das eine Write Coding.

00:16:32: Der Begriff Abcoding existiert eigentlich nur durch die Liste, die Krankenkassen früher an Arztpraxen überreicht haben mit der Bisse darum bestimmte Diagnosen zu überprüfen und im Zweifelsfall Nachzug probieren.

00:16:46: Darum dient es eigentlich in erster Linie bei diesem Begriff abcoding.

00:16:50: aber wenn Ärzte selber dran denken und sich am Riem reißen und sagen Mensch ich muss jetzt mal doch die Pollenallegni und die Allipositas Und was weiß ich noch?

00:16:59: Verlustern was Patienten eventuell haben dann ist das natürlich ein White Coding, ein Abkuhling.

00:17:04: Genau!

00:17:05: Von Kollegen von Ihnen habe ich auch gehört, dass sei doch diese Versorgungpauschale sei endlich der Anlass... Also was heißt endlich?

00:17:13: Eigentlich gibt es auch andere Anlässe die Patienten in die HZV einzuschreiben.

00:17:19: Was sagen Sie dazu?

00:17:21: Na ja, man sieht eben an der Versorgungspauschale relativ gut, wie komplex eigentlich der EBM ist und wie wenig flexibel der ist.

00:17:32: Diese Mischung aus Gerätgeber- und Selbstverwaltung sind so vorbei gefangen dass die Dinge, die dabei rauskommen und verhandelt werden schon wer weit von der Realität in den Praxen sein können.

00:17:48: Und das ist ein gewisser Vorteil, dass die HZV noch auf einer kleineren Ebene verhandelt wird.

00:17:55: Mir geht es jetzt gar nicht so sehr um Werbung für das eine oder andere Modell sondern ich würde einfach sagen man sieht eben, dass Die HZ V was das betrifft einfach näher an der Versorgungsrealität.

00:18:12: Auch die müssen verhandelt werden.

00:18:13: Auch da gibt es immer wieder Verhandlungspunkte, die einen Einkommen vermissen sind – das gehört beim Verhandeln immer mit dazu -, aber es ist ein Unterschied ob ich jetzt über einen Kompromiss rede oder ob ich über letztendlich eine deutliche Verschlimmerung der Zudände rede und dass verkaufen will als Erleichterung wie es bei der Versorgungsporschade passiert.

00:18:37: Das ist schon eine gewisse Absurdität.

00:18:40: die EBM spezifisches.

00:18:42: Gut, dann noch ein letzter Schlenker.

00:18:44: Die HZV soll ja jetzt über das Beitragssatz-Stabilitätsgesetz auch ein bisschen eingezwenkt werden.

00:18:53: sagen wir mal hat das große Rückwirkungen auf die auf die Abrechnung?

00:19:00: Dann oder ist es teilweise noch relativ unkonkret?

00:19:03: Das weiß man doch nicht genau.

00:19:05: was das nachher bedeutet?

00:19:07: Gesetzentwurf Wie würden Sie das interpretieren?

00:19:10: Das ist ja jetzt bald soweit, wahrscheinlich dass das in zweiter und dritter Lesung durch den Bundestag gehen soll.

00:19:16: Ich glaube, zentral Juli oder so.

00:19:19: Und dann gut vielleicht ändert sich ja da bis dahin auch noch das eine oder andere.

00:19:25: wie sehen sie da diese Regelungen

00:19:29: Moment gar nicht.

00:19:32: Wir wissen, dass Gesetze wir in den Bundestag reingehen wie diesen Prozess immer anders verlassen und tatsächlich ein anderes Gewand haben.

00:19:42: Und man kann natürlich jetzt die aktuell diskutierten Punkte nehmen und dann schon hochzurechtend abzuschätzen.

00:19:51: Das ist eigentlich ein Ansatz, den ich nicht unbedingt verfolge.

00:19:54: Ich gucke mir dann an was tatsächlich da ist.

00:19:56: Letztendlich muss man sagen dass wir ein steuernes System in Zukunft brauchen werden.

00:20:03: das primär Arzt oder Primärschersorgungssystem ist eines der Systeme die auch naheliegend aus der Hand sind weil sie auch international umgesetzt werden.

00:20:13: und da brauchen wir einen vor allen Dingen gestärkte primäre Ansprechfunkt.

00:20:18: Das sind schon die Hausärzte.

00:20:20: Und so weit gehe ich davon aus, dass dieses Jahr noch viel Bewegung reinkommt.

00:20:26: Das Grimmeeradsystem wird ja noch verabschiedet.

00:20:28: Wir haben noch eine zweite Empfehlung der Finanzkommissionen.

00:20:33: aber man sieht halt eben das die Diskussionen für die Parlamentarier auch sehr komplexes denn die zweit und dritte Lesung wurde jetzt verschoben.

00:20:41: sie war ursprünglich auf den sechsundzwanzig Juni festgelegt worden und letztendlich aufgrund der doch weitreichenden Eingänge und Bedenken aus ganz vielen Richtungen ist es so, dass die Parlamentarier das ernst nehmen.

00:20:58: Und eben sagen gut dann brauchen wir einen größeren Dratelsamen um das Gesetz eben vernünftig zu machen.

00:21:06: Das finde ich schon mal ein absolut sehr guter Ansatz, Ich war zwei Tage länger darüber nachdenkt, als was Unfertiges zu liefern.

00:21:14: Die Versorgungsversorgung ist ja ein schönes Beispiel dafür wie es schief gehen kann und selbst wenn jetzt im Rahmen der allgemeinen Kostendämpfungen kommen sowohl für die HZV auch für den EBM sind wir immer gleich betroffen.

00:21:32: das ist eine Illusion zu glauben dass ich in einem System wechseln und da nicht betroffen sind, sondern das ist letztendlich ein großer System.

00:21:41: Dass man denken muss in der Versorgung und der wirkliche Benefit an der HZ, wo meiner Meinung nach es halt eben als Versorgungs-Torschahler als Beispiel nehmen, ist halt eben der der singere Bürokratieaufwand.

00:21:55: Das ist eines der für mich ganz jesentlichen Punkte die einen Fortschall bieten.

00:22:01: aber letztendig würde ich jetzt eher dazu raten, abzuwarten was im Juli rauskommt.

00:22:06: Dann setzt uns an den Tisch dann gucken wir was das in der Praxis die Albe deutet und dann warten wir oder gehen in die weitere Gestaltung des Gesundheitssystems mit dem Spargesetz nicht abgeschlossen?

00:22:18: Ne so ist es!

00:22:20: Es bleibt spannend.

00:22:20: uns gehen die Themen nicht aus.

00:22:22: Der nächste Podcast ist schon fast terminiert.

00:22:25: Herr Sommerbrot haben Sie vielen Dank für die Einordnung in Sachen Versorgung Pauschale kurz vor deren Start.

00:22:31: Vielleicht konnten wir dem einen oder anderen Kollegen noch ein paar Hinweise geben, soweit diese noch nicht angekommen sind bei ihnen und dass die dann ein bisschen besser wissen wie sie sich da positionieren können.

00:22:48: Und wie Sie sich vor dem Riesenkontrollaufwand schützen können Denn es könnte ja wirklich einfacher gestrickt sein.

00:22:56: Alles Gute für Sie!

00:22:57: Dankeschwinden sehen Sie auch.

00:22:59: Und auch wieder vielen Dank fürs Zuhören, bis zum nächsten Erzettag.

00:23:02: Tschüss!

Über diesen Podcast

ÄrzteTag - der Podcast der "Ärzte Zeitung". Wir blicken kommentierend und persönlich auf den Tag, wichtige Ereignisse und Meilensteine. Wir laden Gäste ein, mit denen wir über aktuelle Ereignisse aus Medizin, Gesundheitspolitik, Versorgungsforschung und dem ärztlichen Berufsalltag reden.

von und mit Ärzte Zeitung

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