ÄrzteTag

ÄrzteTag

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00:00:03:

00:00:06: Willkommen zum Ärzte-Tag, dem Podcast der Erze Zeitung.

00:00:09: Mein Name ist Hauke Gerloff und ich bin stellvertretender Chefredakteur.

00:00:12: Unser Thema heute ist die Mitarbeiterbeteiligung an Arztpraxis oder MVZ.

00:00:18: Das hat mit der Bindung von angestellten Ärztinnen und Ärzten an die Praxis zu tun – mit einer höheren Identifikation des oder der Mitarbeiterin mit der Praxis aber vielleicht auch mit dem Wunsch der Angestellte mehr Verantwortung zu übernehmen Vielleicht sogar irgendwann für die ganze Praxis.

00:00:37: Aber so ganz trivial ist das Ganze natürlich nicht ein bisschen gewusst, wie es schon dabei und daher begrüße ich in der Leitung Dr.

00:00:45: Lars Lindenau Fachanwalt für Medizinrecht Teil der ETR Rechtsanwälte mit seiner Kanzlei in Erlangen.

00:00:53: Hallo Herr Doktor Lindenauer!

00:00:55: Hallo Herr

00:00:55: Gerloff und vielen Dank für die freundliche Begrüßung.

00:00:59: aber lassen wir vielleicht den Fachanwald weg weil dann gibt's tatsächlich nicht.

00:01:03: Ah, okay.

00:01:04: Aber ein bisschen Medizinrecht können Sie sich auf

00:01:06: jeden Fall erkennen.

00:01:07: Ja, hab ich

00:01:07: schon mal Bungel an.

00:01:09: Genau!

00:01:10: Gut Herr Dr.

00:01:11: Lindnerau wir haben uns Anfang des Jahres einmal im Podcast über das Thema unterschiedliche Gesellschaftsformen für Arztpraxen und MVZ in Kooperation mehrere Ärztinnen und Ärzte unterhalten.

00:01:23: da liegt ja der Gedanke gar nicht so fern einmal ein bisschen weiter zu denken und zu überlegen wer kommt eigentlich als Kooperationspartner Zusammenschluss in Frage?

00:01:34: und das müssen durchaus natürlich nicht immer die anderen Praxen in der Umgebung sein, sondern vielleicht auch jemand anders.

00:01:42: Sehen Sie das auch so?

00:01:44: Ja!

00:01:44: Sie müssen jetzt nicht ja sagen.

00:01:47: Ja unterschiedliche Perspektiven an der Stelle genau also da braucht er Inhaber unser Arzt unser Mandant gar nicht weit zu schauen sag ich mal Denn er kann sich bei seinen angestellten Ärzten auch mal umschauen, wer denn eigentlich dafür für eine vertiebste Kooperation tatsächlich in der Lage ist?

00:02:04: Gut.

00:02:04: Genau das wollte ich Ihnen nahe legen, dass man gerade wenn es vielleicht in Richtung Ruhestand geht durchaus auch darüber nachdenken kann als Praxisinhaber oder Inhaberin nicht allein zu bleiben und das gilt natürlich auch schon vorher, wenn der Patienten Andrang immer mehr zunimmt und Mann- oder Frauangestellte Ärztinnen und Ärzte oder WeiterbildungsassistentInnen beschäftigen Will und Zulassung in der Umgebung auch frei sind.

00:02:29: Herr Dr.

00:02:29: Lindenau vielleicht als grundsätzliche Frage, ist es tatsächlich so dass junge Ärztinnen und Ärzte das Risiko der Niederlassung scheuen?

00:02:38: oder ist das vielleicht nur am Anfang?

00:02:40: Es wird besser könnte ich jetzt sagen.

00:02:43: wir sind hier an der Uni Erlangen auch in einem Studenten Workshop mitbeteiligt und stellen fest, dass die Lust an der Niederlassung auch an der Verantwortung und an dieser Wunsch nach eigener Praxis in den letzten Semestern immer tendenziell gestiegen ist.

00:03:02: Vielleicht ist hoffentlich so das Böse, die böse Gedankenwelt, die auch leider die ärzte Generation jetzt vorher ein bisschen vorgelebt hat ein bisschen verschwunden, weil die jungen Leute doch auch ein bisschen Lust auf Verantwortung und auf eigene Führung und auf was Eigenes haben.

00:03:17: Das ist also sehr erfreulich

00:03:18: festzustellen.".

00:03:19: Das Beitragsratsstabilitätsgesetz hat natürlich jetzt wieder so einen Stimmungsdämpfer gegeben aber das schlägt sich noch nicht in der Lust sich niederzulassen, nieder?

00:03:28: Ja, ich sage mal immer, dass etwas korporiert wird, dass was in der öffentlichen Meinung durch die Medien transportiert wird.

00:03:34: natürlich, unsere Existenzgründer, das sind ja dann noch die Studenten einer Uni.

00:03:40: Die haben noch ein paar Jahre Zeit zum überlegen was sie tun.

00:03:43: aber viele sind schon geprägt diesen Weg an der Selbstständigkeit zu gehen und das hört man so raus.

00:03:48: Das ist ein Motiv, dass es einen Wunsch, das hängt nicht immer am Elternhaus was ja auch teilweise da ärztlich geprägtsa oder so.

00:03:55: Aber das ist schön zu sehen, dass bisschen wieder Lust auf dieses Risiko sag ich mal was in Wahrheit kein Risiko ist An der Existenzkründung und eine eigenen Praxis was sich darauf bezieht.

00:04:07: Und wenn man dann mal als angestellter Arzt oder als Angestellte Ärztin unterwegs ist, dann heißt es natürlich auch nicht so dass das für immer so bleiben muss.

00:04:18: Wenn Sie einmal in der ambulanten Versorgung drin stecken und vielleicht sehen was Ihre Chefin oder Ihr Chef alles abrechnen kann oder wenn sie plötzlich Ideen haben wie man die Praxisabläufe in der Praxis in der sie angestellt sind verbessern könnte, dann kommt da vielleicht auch ein bisschen die Lust am Unternehmertum praktisch in der Praxis heraus.

00:04:38: Gibt es auch solche Fälle?

00:04:39: Ja, auf jeden Fall!

00:04:41: Es ist nicht immer nur monetär geprägt wenn's immer heißt als Angestellter oder nachher als Praxisinhaber musst du irgendwie das zwei- oder zweikommerzünftfach oder das dreifache verdienen was ja oft so als Formel gilt.

00:04:52: Es ist auch die große Gestaltungsfreiheit die man hat weil man sich also selber sein Leben gestalten kann und je nach dem was man sonst im privaten Bereich noch so vor sich sieht sind die Einschränkungen natürlich im Arbeitsverhältnis, was ja dann wiederum irgendwo fremdbestimmt ist.

00:05:08: Doch schwieriger zu organisieren als wenn man selber Herr oder Frau im eigenen Hause ist und das kommt glaube ich bei den Jungstudenten jetzt so langsam an.

00:05:18: Also es ist durchaus nicht ganz unwahrscheinlich – jetzt mal von der Perspektive des Praxisinhabers oder der Praxisinhaberin gesehen – dass vielleicht ein Arzt oder eine Ärztin mit Talent als Unternehmerinnen in der eigenen Praxis beschäftigt ist?

00:05:31: Genau!

00:05:32: Oder also das ist tatsächlich so und vielleicht geht es auch nur darum, die Identifikation mit der Praxis in der die angestellten Ärztinnen und Ärzte arbeiten zu stärken.

00:05:41: Und dann was mache ich dann als Praxichefin oder Praxischef wenn ich so einen In-Mein-Reihen habe im Unternehmen oder im Unternehmenspraxis?

00:05:55: Borchen will mein Angestellter tatsächlich.

00:05:58: Ist er bereit, so eine kleine Lernkurve zu nehmen?

00:06:01: Tickt da schon ein richtiger Unternehmer in dem drin?

00:06:04: und so weiter?

00:06:05: Das ist immer, glaube ich, ganz spannend herauszufinden.

00:06:08: Und ich denke mal wenn die Leute immer... Also wenn die Mitarbeiter an der Schwelle sind, sich vorstellen können selbstständig zu sein dann muss auf jeden Fall dieser Gedanke kommen welche Beteiligungsmodelle oder wie können wir dich jetzt hier binden?

00:06:23: was stellt sie dir vor?

00:06:25: Wenn es eher ein reiner, wie sagt man Backoffice-Mentalitätstyp ist der einfach nur abarbeiten will und seine Ruhe haben will.

00:06:32: Und abends um um achtzehn Uhr wieder zu Hause ist dann ist das auch ein guter Angestellter.

00:06:38: also wir dürfen das jetzt nicht mit schwarz und weiß dann einfach so plakettieren sondern letztendlich die Mischung macht's Und gute Angestellte, die muss ich im Prinzip ja auch genauso binden und genauso pflegen.

00:06:49: Und Pempern sei für die Arztpraxis in dem Fall eben auch unheimlich wichtig sind.

00:06:55: Also sind wir jetzt bei der Mitarbeiterbeteiligung angekommen würde ich sagen oder?

00:07:01: Rein von den Gedankengängen, die wir jetzt produziert haben!

00:07:03: Ja

00:07:04: sehr gut Welche Modelle gibt es denn so zwischen der Aufnahme eines Partners oder einer Partnerin?

00:07:10: In eine GmbH, in eine GBR oder in eine Gesellschaft auch neuen Rechts.

00:07:15: Beim letzten Mal hatten wir uns ja auch ein bisschen über das MOPEC unterhalten dass Gesetz das jetzt seit zweieinhalb Jahren glaube ich gültig ist und einer reinen Anstellung wo man dann vielleicht eine Gewinnbeteiligung macht oder so.

00:07:29: Was gibt es da für verschiedene Modelle?

00:07:32: Wir haben ja unsere Ärzte, sagen wir mal in Ausprägung des Versorgungsauftrages.

00:07:37: Haben wir nur zwei Ausprägungen.

00:07:39: Einmal den Praxis-Inhaber-Gesellschaften in der eigenen Zulassung sprich als Chef einer Einzelpraxis oder eben als Partner einer BAG oder einer Überg.

00:07:48: Und auf der anderen Seite der Versorgungsauftrag in der Ausprägung der Arztstelle, also des sozusagen genehmigten vom Zulassungsausschuss angestellten Arzes.

00:07:56: Der ja einen Versorgungsauftrag zwar auch wahrnimmt, der aber sozusagen der Praxis zugeordnet wird.

00:08:03: Die beiden Aussprägungen haben wir nur als, wie sagt man, als Hätigkeit Elemente in einer Arztpraxis und da muss ich halt überlegen was dazu passt.

00:08:13: In freien Mitarbeiter gibt es nicht, den können wir gleich löschen.

00:08:15: Also gibt's im Prinzip nur den tatsächlich langweilig sozialversicherungspflichtig Angestellten oder halt in Inhaber?

00:08:20: Wenn wir jetzt die möglichen Beteiligungsmodelle drauflegen kann ich bei einem schlichten Arbeitsvertrag ja wie ihr Zahnärzte da ist es ja Usus im Prinzip Umsatzbeteiligung irgendeine Gewinnbeteidigung, irgendein irgendein Benefit anknüpfend an seine Leistungen gestalten, also im Prinzip im Anstellungsvertrag die Vergütung so ein bisschen pämpern.

00:08:42: Das ist ja oft das was obligatorisch gemacht wird, was einem einfällt.

00:08:48: Aber ich sage mal im Anstellungs Vertrag bleibt er aber trotzdem von der Stellung, die er in der Praxis hat wiederum Angestellter, also ich kann ihn ja nicht.

00:08:57: Ich kann ja keine Mischform wählen zwischen angestellten Gesellschaften.

00:09:01: das kennt weder das Steuerrecht noch das Zulassungsrecht noch der Gesellschaftsrecht oder das Sozialversicherunggesicht.

00:09:07: also entweder oder und

00:09:10: dann spiele

00:09:10: ich praktisch einmal auf der Anstellungsebene und muss mit dem Arzt mich zusammensetzen.

00:09:15: wie kann ich dich hier als Angesteller binden?

00:09:18: Wie kann ich sich motivieren

00:09:19: usw.,

00:09:20: dass wird oft die sag mal läuft oft auf hinaus monetär irgendwas zu vereinbaren.

00:09:26: Und da gibt es eigentlich relativ viele Modelle, das spannende ist ja die gesellschaftsrechtliche Beteiligung.

00:09:31: Das ist der Sprung vom Einfachen in Anführungszeichen Mitarbeiter dann in die Unternehmerriege, in die Verantwortungsebene und in die Praxisführungsebene.

00:09:43: Der Sprung muss halt auch ein bisschen gefördert sein.

00:09:46: also dass man da sagt, das ist alles nicht so schwierig und du kannst es von mir lernen Hör eben auch Leute, die da vor so ein bisschen Respekt haben.

00:09:56: Ja ich habe auch gut lachen!

00:09:57: Ich bin jetzt seit dreizig Jahren angestellt oder seit fünf und dreißig Jahre.

00:10:01: Klar, aber man muss dann die Leute bei der Hand nehmen und von den Beteiligungsmodellen... Ich meine klar wenn das jetzt aus einer Einzelpraxis kann ich eine BRG machen?

00:10:09: Das ist das eine.

00:10:10: Oft werden die Mitarbeiter-Beteiligung Modelle wie ich im Kopf schon in etablierten Praxen gefahren.

00:10:17: die in der Expansions- willig unterwegs sind und Standorte übernehmen, zum Beispiel haben wir auch in der Mandatschaft so mit zwei drei Gesellschaften.

00:10:27: Und da wird gesehen, ohwei!

00:10:28: Da kommt jetzt ein richtig starker junger Oberarzt aus der Klinik oder einen Assistent, der jetzt Facharzt wird und der tickt so super den müssen wir unbedingt behalten.

00:10:38: das ist so bisschen diese menschliche Komponente.

00:10:41: und dann ist halt die Frage wie kann ich den so schön an mich ketten, an diese Praxis freundschaftlich ketten dass der überhaupt nicht daran denkt woanders hinzugehen.

00:10:52: Ja, wie mache ich denn das dann?

00:10:53: Wie kommt zum Beispiel der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin an die Anteile.

00:10:56: Man kann ja... Das wäre entweder eine Investition denke ich, also was weiß ich beim Radiologen können es da nochmal drei Millionen sein, die man dann aufnehmen muss.

00:11:07: aber es kann natürlich auch sein dass in einer Hausarztpraxis ein bisschen weniger ist als drei Millionen.

00:11:12: Also das sind dann vielleicht sechsstellige Summe.

00:11:15: Das könnte man ja theoretisch auch als Teil des Lohnes sozusagen einbehalten.

00:11:20: Geht das?

00:11:20: Richtig,

00:11:21: also da gibt es wirtschaftlich steuerlich viele Gestaltungsmöglichkeiten.

00:11:25: Wichtig ist nur dass wir ihn im Prinzip wenn wir ihn schon als Gesellschafter aufnehmen, dass wir diese Scheingesellschaftengeschichte vermeiden.

00:11:34: Er muss also wirklich gesagt werden in Zulassungsrecht gesellschaftlich steuerecht wichtiger gesellschafter vollwertiger Gesellschaft sein.

00:11:43: Und da sagt zum Beispiel die Rechtsabteilung in Bayern hier bei uns unter drei Prozent Gesellschaftsbeteiligung akzeptieren wir ja gar nichts.

00:11:51: Einige Berater sagen dann gehen wir besser fünf fünf Prozent am Vermögen.

00:11:54: das klingt auch nach einer richtigen Beteiligungen und einige wenige sind vielleicht noch strenger, die sagen okay auch für das sozialversicherungsrecht usw.

00:12:01: muss der zehn Prozent haben.

00:12:03: Das geht im Prinzip um die Anteile an Gesellschaft, an der er dann beteiligt ist.

00:12:08: Das muss man dann klären mit

00:12:10: den Schutzwärtsversicherhausträgen?

00:12:12: Das ist natürlich

00:12:12: auch eine Bewertungsfrage.

00:12:13: ob ich jetzt mich mit fünf Prozent einkaufe oder mit zehn das kann ja schon einen Unterschied machen.

00:12:18: Aber die anderen Mitbestimmungsrechte und Entscheidungsrechten usw.

00:12:22: müssen natürlich auch so eingeprägt sein, ausgeprägt sein in diesen Gesellschaftsgesüge, dass er auch wirklich vollwertiger Gesellschafter ist und nicht nur als faktische Angesteller darum läuft.

00:12:32: Was für Rechte sind das?

00:12:34: Oder welche Verpflichtungen sind es ja auch?

00:12:36: Was gehört da alles dazu?

00:12:38: Das fängt ja schon an, dass er im zäulen Risiko ist.

00:12:41: Dass da natürlich eine Verlustbeteiligung kräht – obwohl wir wissen, dass unsere Praxen natürlich kein Verluste machen, aber es muss im Gesellschaftsvertrag drinstehen!

00:12:49: Er ist mitbestimmungsrecht und Entscheidungsrechte.

00:12:51: Er muss Stimmrechte haben, wenn's darum geht Beschlüsse zu fassen also die Willensentscheidungen der Gesellschaft mitzutragen.

00:12:59: Er muß bei Personal zum Beispiel nicht außen vorbleiben.

00:13:03: Also diese ganzen typischen Verantwortungsmitbestimmungen und Mitwirkungsrechte eines Gesellschafts, so als Kernbereich, die müssen auf jeden Fall gefahrt sein.

00:13:11: Das ist ganz klar.

00:13:14: Und wenn man das jetzt überlegt gibt es da verschiedene Schritte, die man gehen muss?

00:13:18: Brauche ich zum Beispiel Notar dafür?

00:13:20: Ja bei der GBR nicht!

00:13:22: Bei den klassischen BAGs, die wir hier haben, die meisten laufen ja als gesellschaftlichem Recht.

00:13:27: Da kann ich das selber machen.

00:13:29: Dann muss sich halt nur das Steuerkonzept um mit Steuern... Steuerberater und Anwalt das entsprechend konzipieren, dass da auch nichts verkehrt läuft.

00:13:36: Das Schöne ist ich kann zum Beispiel auch im zulatzungsgesperrten Bereich ja Vollzulassungen teilen.

00:13:41: Ich muss ja auch dafür sorgen, dass derjenige einen Versorgungsaftrag auch selbst inne hat als Gesellschafta.

00:13:48: Und wenn die Anteil der Zulassung aber in dem Bereich sperrt ist dann kann ich eben im Prinzip auch von einem Gesellschafter eine Vollzulaßung durchschneiden Und muss dann ja eine Teilzulassung zumindest auf den neuen Gesellschaft verteilen, sonst kann der gar nicht gesellschafter werden.

00:14:02: Darüber kann ich aber auch bestimmen und das ist nicht so dass der Zulassungsausschuss jemand anderen bestimmen könnte.

00:14:09: Genau!

00:14:10: Das ist ein Nachfolge innerhalb des Gesellschaftsverhältnisses und die Fälle die wir hier begleitet haben laufen eigentlich immer problemlos.

00:14:19: Sie haben jetzt gesagt bei der GWR geht es auch ohne Notar.

00:14:22: wie ist es bei einer GmbH?

00:14:24: Bei der GmbH sind wir natürlich dann im MVZ-Regime, weil ich ja nicht eine Praxis oder keine Einzelpraxis als GmbHA führen kann sondern in Deutschland im Prinzip dann als MVZ unterwegs bin.

00:14:37: Dann habe ich halt einen MVZ gegründet und bin da schon unterwegs.

00:14:41: MVZ Modelle gibt es ja mehrere in dem Anstellungsmodell zum Beispiel, wo wir eine MVZ-GmbH haben.

00:14:47: Wo ausschließlich angestellte Ärzte drin sind.

00:14:50: Da bin ich dann wieder beim Notar weil natürlich dann GmbH Anteile umgehängt werden und diese halt bohrkundungspflichtig.

00:14:58: Das ist zulassungsrechtlich ganz schön geregelt, weil man sozusagen auch aus der Arztstelle sage ich ja mal jetzt salopp aus der Art stelle in die in die MVZ Gesellschafterstellungen kommt was er sonst so nicht ohne weiteres geht.

00:15:12: Und in diesem Fallgefüge haben wir also deutliche Zulassungserleichterung, was dieses Mitarbeiter Beteiligungsmodell für die MVZ-DMBH eigentlich schön attraktiv macht.

00:15:22: nach meiner Fahrt.

00:15:24: Und das gibt auch viele, die das dann auch wählen?

00:15:27: Es gibt viele, dass sie wählen.

00:15:28: Das hängt natürlich immer ein bisschen vom Fokus der Mandatsinhaber, also der jetzigen Traktusinhabern ab.

00:15:34: Wie sind die so drauf und wie sind ihr auch förderungswillig ihren Mitarbeitern, Ihren Ärzten gegenüber?

00:15:40: Und dann kommt es ein bisschen auf die Struktur der Praxen an.

00:15:46: Es kann im MVZ GmbH dieser Fall eintreten, dass ich einen ganz tollen angestellten Arzt da auf der Artstelle zum Gesellschaft machen will.

00:15:55: Kann sein, dass sich meiner Überg vielleicht noch einen neuen Standort dazukaufe diesen neuen Standorts als MVZ oder sogar als MV ZGMBH separat organisiere um so sozusagen als Niederlassungsleiter sage ich jetzt mal Salopp diesen jungen Arzt, der nicht mehr von der Kette gehen soll.

00:16:13: Dort zu installieren, dass er im Prinzip auch schon dort GmbH Anteile zeichnet.

00:16:18: und damit habe ich an einem Standort so ein Mitarbeiter-Beteiligungsmodell dann aufgezogen.

00:16:24: Wobei die Muttergesellschaft noch keine Beteiligung dieser Mitarbeiter

00:16:29: hat?

00:16:30: Genau!

00:16:30: Da muss man sich den Fall angucken.

00:16:32: Normalerweise lassen wir oder versuchen GBR-Struktur beizubehalten, wenn das jetzt bei drei, vier Gesellschaften sind.

00:16:40: Wenn die einen neuen Standort dazu nehmen wollen und der ist MVZ genehmigungsfähig dann habe ich als Gestaltungsalternativen natürlich auch dass sich aus dem neuen Standorts separat eine MVZ GmbH mache um dann einen tollen jungen Arzt dort zum Beispiel zum Niederlassungsleiter zu machen

00:16:58: Und den dann eben auch mit Anteilen Aber eben nur an dieser MVZ GmbH.

00:17:04: Richtig,

00:17:04: also nicht am großen Ganzen!

00:17:05: Das ist das Schöne weil ich differenzieren kann der Brauch am Großen Ganzen nicht partizipieren.

00:17:10: Das ist auch oft vielleicht von den Altgesellschaftern gar nichts so gewollt sondern deckt mich nur das Neue und er kann das neue zum Fliegen bringen und an dem Fliegen kann er ja auch durch entsprechende Wertschöpfung oder halt auch in seinem Anstellungsvertrag kann man ja auch wiederum monetäre Aspekte unterbringen dann kann er den Standort zum fliegen bringen.

00:17:30: Also es kann auch durchaus eine ganz komplexe Geschichte sein, diese Mitarbeiterbeteiligung.

00:17:35: Das ist so.

00:17:35: Es geht

00:17:36: von einfach bis kompliziert.

00:17:37: Können wir ja im Arztrecht in unseren Mastantenfällen alles bieten eigentlich?

00:17:43: Das sind die großen Praxen für verschiedene Standorte und dann wieder unterschiedliche gesellschaftlichen Bedingungen oder gesellschaftsrechtlichem Bedingung Und das Ganze muss dann aber kohärent zusammengebunden werden.

00:18:02: Ist es so kompliziert oder funktioniert?

00:18:04: Das ist problemlos!

00:18:06: Die typischen Mandate, die ich als Mitarbeiter-Beteiligungsmodelle einfach begleitet habe waren zwei drei vierer BAGs ganz normal hausärztlich tätig und fachärzlig tätig in der Konstellation.

00:18:23: Die kamen halt in die Situation, dass eine alte Praxis der Abgeber dann verkaufen wollte.

00:18:30: Und dieses Konkonomerat von drei vier Gesellschaftern dachten sich auch wir haben noch hier eigentlich jemandem können man das zutrauen und dieser Neustandort wurde übernommen also gekauft.

00:18:39: Zulassungs-Situation war so, daß der Neuestandort MVZ genehmigungsfähig war Und dann kann ich meinen Mandanten natürlich anbieten.

00:18:48: Entweder ihr macht sozusagen eine Überg, ihr macht auf der gegenwärtigen BAG in einem Ort, können wir auch ne Überg machen, dann habt ihr aber den jungen Menschen am Ganzen beteiligt oder wir separieren es gesellschaftsrechtlich und denken uns für den neuen Standort eine Praxiskonstellation aus.

00:19:05: Da sind wir ja auch wieder frei was wir da machen.

00:19:08: Aber bei den Mandanten jetzt, bei den Fällen die ich hatte waren die neuen Standorte immer MvZ genehmigungsfähig.

00:19:13: Sprich mindestens eine Vollzulassung am Standort.

00:19:17: schon zwei Ärzte am Standorts.

00:19:19: Eine Adresse das baue ich ja mindestens und dann war auch der Wunsch okay?

00:19:23: Dann mach uns daraus einen Mv.

00:19:25: Z GmbH Die Altgesellschaft partizip also sind beteiligt an dieser Trägergesellschaft Und den jungen Arzt nehmen wir nach einer Probezeit im Anstellungsverhältnis Im Prinzip als Gesellschaft aus Weil wir wollen, dass der langfristig diesen Landorts führt.

00:19:40: Das waren so meine typischen Fälle.

00:19:41: Ah ja okay und am Ende ist das dann wie auch in der Beteiligung eine Art Beteilligung auf Bewährung.

00:19:49: wenn er sich dann wirklich gut bewährt?

00:19:50: Dann kann es auch sein, dass irgendwann mal als Vollgesellschafta für die gesamte Konstruktion aufgenommen wird.

00:19:56: Das ist dann wie eine Probezeit als Gesellschafta.

00:19:59: Ja im Prinzip schon genau!

00:20:00: Und wenn er Dann kann ich ja auf der einen Seite direkt am Standort überlegen, sollte er vielleicht jetzt von den fünf Prozent die er bekommen hat.

00:20:07: Vielleicht sich da mal zehn oder zwölf oder fünfzehn oder zwanzig?

00:20:10: Ich kann ja sowohl seine Beteiligung am standort als auch dann seine Bedeutung an dem großen Ganzen überlegen wie ich ihn sozusagen damit in diesen Kreis damit aufnehme.

00:20:19: also das ist ein schönes Stufenverhältnis was man gleichzeitig bastelt wo man dann konzeptionell überlegen kann.

00:20:25: gut wenn er richtig gut ist dann muss er vielleicht auch dann ins große Ganze reinrücken.

00:20:30: Also wenn ich jetzt einen habe und nehme den oder eine, wir reden schon wieder nur von Männern.

00:20:36: Aber es ist ja die Hausarzt, ärztliche Medizin hat ja eher in Richtung sechzig Prozent Frauen und vierzig Prozent Männer.

00:20:44: Und das ist nicht nur eine Sache von Männer als Gesellschafter in Praxen einzutreten, sondern es gibt ja durchaus auch Frauen.

00:20:51: Oder es gibt dann eine Verteilung, die Sie beobachten?

00:20:55: Unterschiedlich.

00:20:56: aber man merkt dass Anteil der Männer steigend.

00:21:02: Nein, also fort nicht steigendes.

00:21:04: Fort laufend sinkt.

00:21:06: Das

00:21:06: nennt sich die Frauen in sämtlichen Praxiskonstellationen die Oberhand sozusagen gewinnen.

00:21:12: wenn ich mir so die Mandate und die Zusammensetzung also jetzt danach geschlechtern das war jetzt auch die Frage dass ich dann sage ja wer?

00:21:20: die Männer sind so langsam in der Minderheit?

00:21:23: okay Auch bei den Existenzgründungen oder Anteilsübernahmen, Mitarbeiterbeteiligung steigen die auch mit ein.

00:21:33: Da sieht

00:21:35: man es am deutlichsten eigentlich!

00:21:38: Ja das ist ja schon eine Form der relativ Risikoarmen.

00:21:42: Ja, man beteiligt sich erst mal mit ein bisschen und dann kann man das steigern.

00:21:50: Ich muss nicht die ganze Praxis kaufen und vielleicht wirklich fünfhunderttausend hinlegen und die muss ich auch bedienen mit den Krediten usw.. Also das ist ja schon nochmal eine andere Geschichte, sich niederzulassen als wenn man das eben nach und nach macht.

00:22:06: also eigentlich ein gutes Modell

00:22:08: Also ein seichtes Steigern der Verantwortung, der in Bezugnahme also wie Sie sagen man schiebt nicht leicht den großen Berg vor den Kopf sondern man kann immer je nach Situation vielleicht auch noch Lebenssituationen entscheiden.

00:22:22: Noch einen Schritt weiter, noch ein Schritt weiter und dann kann man das auch von uns gestalterisch jetzt sich der Rechts- und Steuerberatung natürlich dann immer bieten, dass man sagt ja es gibt die Modelle wo du erst mal ganz langsam anfangen kannst und nach einer kennennahrenzeit nach einer ausprobiert Zeit gewährungszeit wird er im anstellungsverhältnis dann nachher in den gesellschaften kreis übergehen und dann ganz viele modelle basteln.

00:22:45: das gibt ja uns auch ein gutes gefühl letztendlich auf der beratung heraus diesen ganzen fall konstellation auch immer die richtige gestaltung zu bieten.

00:22:54: und Dann habe ich am ende einen vollwertigen partner oder eine partnerin gewonnen und kann Vielleicht im MVZ kann ich ja sowieso Ärztinnen und Ärzte anstellen, aber ich kann dann in der BAG zum Beispiel mehr weitere Ärzten anstellen.

00:23:09: Und ich könnte dann auch.

00:23:11: gesellschaftsrechtlich stehe ich halt einfach auf mehr Beinen und damit auch ich stehe sicherer da.

00:23:16: Das ist so.

00:23:17: Genau,

00:23:18: je nach Praxiskonstellation gleich.

00:23:20: Ich vergröße den Boden meiner Gesellschaft.

00:23:23: Die Basis ist dann für später, natürlich leider muss man sagen haben wir eher eine Demografie wo wir dann in den Konstellationen auch mit den Ausscheiden Gesellschaftern zu tun haben weil die Alten irgendwann den Laden aufgebaut haben und dann in Ruhestand gehen wollen.

00:23:36: Aber ja klar!

00:23:36: Man hat dann die Plattformen wo man für die Zukunft erst mal basteln kann ob jetzt einer ausscheidet oder noch zwei dazukommen.

00:23:43: da hat man auf dem Fall wie gesagt eine Plattform die für alle Fälle taucht.

00:23:49: Also der Seehofer Bauch geht in den Ruhestadt, so könnte man es ausdrücken

00:23:52: im Moment.

00:23:53: Das

00:23:54: war ja damals die große Niederlassungswelle bevor dann die vielen Bezirke gesperrt wurden

00:24:00: und

00:24:01: die sind jetzt alle so alt dass sie so langsam in den Ruhe stand kommen.

00:24:06: Jetzt habe ich noch eine ketzerische Frage wie ist das eigentlich mit langjährigen MFA oder mit Praxismanagern oder Managerinnen?

00:24:16: Ist da auch eine Option für Mitarbeiter-Beteiligung oder ist das rechtlich begrenzt?

00:24:23: Ist da dann nur vielleicht ne Gewinnbeteiligung drin.

00:24:26: Also in der Arztpraxis selber geht es natürlich nicht, weil ich dafür Arzt sein muss also dass es relativ eindeutig ist.

00:24:34: Andersrum haben wir aber jetzt auch schon Konstellationen wo wir sowas haben wie eine Ja, wie soll ich sagen?

00:24:43: Eine Praxis-Management GmbH, die neben der eigentlichen Praxis steht.

00:24:49: Also

00:24:49: wo sozusagen die nicht ärztlichen Dienstleistungen ausgelagert sind in den eigentlichen meistens MVZ-GmbH findet nur noch die eigentliche Leistungserbringung statt und daneben also nicht als Holding oder nicht als Beteiligung sondern daneben haben wir eine weitere, ich sag jetzt mal Management Gmbh unabhängig vom ärztlichen Berufsrecht.

00:25:12: Im Prinzip auch alle mit hineinnehmen, da kann ich ja fast ein Family Office draus machen jetzt auch kletzerisch gesprochen weil ich das ärztliche Berufsrechtszulassungsrecht eben dort nicht beachten muss.

00:25:24: und dann wäre es natürlich auch möglich in dieser Praxis Management Konstellation sage ich mal wo wirklich nur diese Dinge stattfinden auch MFA zu beteiligen.

00:25:33: Das kann ich dann.

00:25:34: Ich muss da keine Restriktion, keine Regulatorik beachten.

00:25:38: Es könnte Familienangehörige mit reinnehmen wenn man in diesen Städten denkt und diese Praxismanager oder auch die MFAS oder was sie da sonst noch an Leitenden oder einen wichtigen Angestellten sonst haben der Funktion nach.

00:25:51: Wenn Sie keine Ärzte sind, die könnte ich beteiligen an so einer Management GmbH, die neben der eigentlichen Praxis steht.

00:25:59: das wäre so denkbar.

00:26:00: Ja ja gibt es da viele von?

00:26:02: von diesen Praxis-Management geben, BH?

00:26:05: Ja.

00:26:05: Die gibt es ja viele... Nein!

00:26:07: Das sind eher die Ausnahmeschäle.

00:26:08: Es sind besondere Konstellationen, die wir so betreuen aber einige Mandanten auch etwas größere.

00:26:17: das sind dann auch schon zwei drei vier Gesellschafter drinnen also trifft jetzt nicht die klassische Einzelpraxis.

00:26:23: Die wollen im Prinzip diese nicht ärztlichen Leistungen auslagern aus verschiedenen Gründen und dann wird daneben dieser meist Management GmbH gebastelt, wo ich als Realist reier bin.

00:26:34: Es ist ja jetzt eher die Ausnahme.

00:26:36: also ich will jetzt, kann das jetzt Quantitativ nicht fassen?

00:26:40: Aber das machen wir bei vier-fünfmal im Jahr gibt es diese Konstellationen, wo das angefragt wird.

00:26:45: Ahja okay!

00:26:47: Das wird immer bunter.

00:26:48: Diese gesellschaftsrechtliche Konstruktion hatten wir damals bei unserem ersten Podcast glaube ich gar nicht mit berücksichtigt.

00:26:57: Gar nicht mitbesprochen.

00:26:59: Ja stimmt

00:27:01: Also, man lernt nicht aus.

00:27:04: Herr Dr.

00:27:04: Lindenau, vielen Dank für einen kleinen Kreativitätsboost für Praxisinhaberinnen und Praxisinhaber in der Praxisführung aber vielleicht auch ein bisschen für junge Ärztinnen und junge Ärzte die darüber nachdenken wie sie ohne großes finanzielles Risiko vielleicht doch über die Teilzeitstelle achtzig Prozent hinaus in der ambulanten Versorgung auf eigene Rechnungen aktiv werden können.

00:27:29: Wobei es natürlich auch mit achtzig Prozent Arbeitszeit möglich ist, sich unternehmerisch zu beteiligen oder?

00:27:35: Ja, ja, natürlich!

00:27:37: Genau alles Gute für Sie!

00:27:39: Gut Danke ihr Geiler.

00:27:40: vielen Dank Ihnen auch Tschüss

00:27:42: und auch wieder Vielen Dank fürs Zuhören bis zum nächsten Erzittag tschüß.

Über diesen Podcast

ÄrzteTag - der Podcast der "Ärzte Zeitung". Wir blicken kommentierend und persönlich auf den Tag, wichtige Ereignisse und Meilensteine. Wir laden Gäste ein, mit denen wir über aktuelle Ereignisse aus Medizin, Gesundheitspolitik, Versorgungsforschung und dem ärztlichen Berufsalltag reden.

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