ÄrzteTag

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00:00:03:

00:00:06: Herzlich willkommen zum Ärztetag, dem Podcast der Ärzte-Zeitung.

00:00:10: Mein Name ist Maike mit Mayeril und ich bin Freie Mitarbeiterin.

00:00:14: Das Programm kommt in das gesunde Boot der Uni Ulm, fördert seit Jahrzehntausend neun die gesunde Entwicklung von Kindern im Alter von null bis zehn Jahren – in Krippen-, Kindergärten und Grundschulen in ganz Baden-Württemberg.

00:00:25: Seit kurzem wurde das Projekt auf ganz Deutschland ausgerollt und wird von der Technikerkrankenkasse gefördert.

00:00:31: Letztes Jahr ist es mit dem ersten Preis des Springer Medizin Charity Awards ausgezeichnet worden.

00:00:37: Heute im Gespräch mit.

00:00:38: dabei ist zum einen Prof.

00:00:40: Dr.

00:00:40: Susanne Kobel, sie ist promovierte Sportwissenschaftlerin und Professorin für experimentelle Sportmedizin an der Uni Ulm – und sie leitet das Programm «Komm mit in das gesunde Boot».

00:00:50: Herzlich willkommen Frau Kobl!

00:00:53: Außerdem mit dabei ist Dr.

00:00:54: Olivia Warta, sie hat Medienpädagogik, Psychologie und Philosophie an der Uni Augsburg studiert – und sie isst seit Jahrzehntausend sechs wissenschaftliche Mitarbeiterin in dem Programm!

00:01:04: Hallo auch an Sie Frau Warta!

00:01:06: Ja vielleicht können Sie uns zu Anfang mal ein bisschen schildern was es eigentlich mit dem gesunden Boot auf sich hat und was sich hinter diesem Bild verbirgt?

00:01:14: Also komm mit in das gesunde Boot.

00:01:15: Das ist ein Gesundheitsförderprogramm für Kinder von null bis zehn Jahren und deren Betreuungskräfte also... Erziehungskräfte, Lehrkräfteeeltern.

00:01:26: Uns geht es darum, dass die Kinder sich

00:01:28: aktiv

00:01:29: in Alltag gestalten und sich viel bewegen.

00:01:32: Dass sie sich ausgewogen ernähren und wissen wie sie sich entspannen können.

00:01:36: Und ihre Freizeit möglichst medienarm und dafür bewegt gestalten.

00:01:42: Da spielen ja so zwei Piratenfiguren eine Rolle?

00:01:44: Vielleicht können Sie uns über die beiden noch ein bisschen mehr erzählen!

00:01:48: Genau, also zu dem Namen kam es unverschuldet.

00:01:52: Der Name stand quasi als wird das Programm... entworfen und entwickelt haben.

00:01:58: Aber wir haben uns das ganz gut zu Nutze gemacht, weil tatsächlich Finn und Finn in die zwei Piratenfiguren leiten.

00:02:03: die Kinder so durch das ganze Jahr entweder in Kita oder Schule und bringen immer mal wieder eine Flaschenpost mit wo sie dann erzählen was ihr Alltag zeigt und was sich für Lösungsmöglichkeiten hatten.

00:02:15: damit präsentieren wir einfach Handlungsalternativen dass die Kinder sich abgeholt fühlen, sich damit identifizieren können und deswegen da auch die Möglichkeit haben, sich reinzudenken und mitmachen zu wollen.

00:02:27: Vielleicht daran anknüpfen passt ganz gut.

00:02:29: Frau Watter Sie schreiben ja auch Kinderbücher und Ratgeber.

00:02:32: wie kann man den Kindern mit Geschichten für gesundes Leben begeistern?

00:02:36: Wie macht man das?

00:02:37: In erster Linie darf keiner hohe Zeigefinger kommen sondern... Finn und viele unsere Piratenkinder auch im Sonnenboot, die machen viel Quatsch.

00:02:45: Die erleben viel Spannung, dass sie sind in der Lebenswirklichkeit der Kinder.

00:02:48: Und natürlich kommen dann auch ein paar gesunde Inhalte vor, aber die sind eher so versteckt.

00:02:53: Auch bei den Büchern, die wir schreiben, Susanne schreibt ja mit.

00:02:56: Wir machen praktisch alles zusammen.

00:02:58: Da ist es auch so, dass wir einfach versuchen... Es reicht halt leider nicht, wenn wir nun die Kinder erreichen, sondern wir müssen natürlich auch die Eltern erreichen!

00:03:07: Auch da muss ich schon weiterhin nett begeisternd sein.

00:03:11: Aber es ist natürlich auch wichtig, dass wir einfach informieren und das ist auf der Ebene der Eltern natürlich um einiges noch

00:03:17: wichtiger.".

00:03:18: Wie

00:03:18: schaffen Sie das konkret?

00:03:19: Die Eltern mit ins Boot zu holen im wahrsten Sinne des Wortes?

00:03:22: Ja also da haben wir in den Jahren einige Möglichkeiten durchprobiert und mittlerweile fahren wir recht gut mit Elternbriefen.

00:03:29: Natürlich ganz klassisch.

00:03:30: die haben wir mittlerweile in fünf verschiedenen Sprachen Englisch, Deutsch, Türkisch, Russisch.

00:03:36: hoch Arabisch können wir einen Moment anbieten Und dann ist es einfach so, dass wir neben den Elternbriefen noch eine ganz feine Sache in den Jahren entwickelt haben.

00:03:44: Das sind die Familienhausaufgaben, das sind kleine Aufgaben oder manchmal auch größere, die die Kinder mit ihren Eltern erledigen müssen.

00:03:54: zum Beispiel ganz einfach mal ein Herbstspazier dann von dem sie fünf Sachen mitbringen aber auch mal sowas wie ein zuckerfreies Wochenende oder medienfreies Wochenende und das wird schon knackiger.

00:04:06: Aber es geht einfach darum, die Inhalte nach Hause zu bringen.

00:04:09: Die Kinder machen mit den Eltern das und wir bieten auch noch Online-Elternabende an.

00:04:14: Da erreichen wir dann wirklich sehr viele Eltern und wir sehen auch... Wir evaluieren sie und sehen da auch dass hier wirklich die Eltern erreichen, die wir auch gerne erreichen möchten also die, die vielleicht nicht vorher alles so perfekt im Bereich Gesundheit machen und was auch toll ist ganz viel auch im Bekationshintergrund die sonst auch den Studiennach oft nicht bei realen, live Elternabend kommen.

00:04:37: Aber dann eben doch da teilen ihn und wir haben auch ganz oft das Mama-und Papa zuhören was natürlich super ist weil er dann nicht die Mama oder der Papa deinen anderen Elternteil erzählen muss was es gerade gelernt hat.

00:04:50: Vielleicht noch mal so ein bisschen allgemein betrachtet?

00:04:52: Was würden Sie denn sagen wie gesund sind Kinder in Deutschland im Jahr?

00:04:58: Das ist immer so.

00:04:59: im Vergleich zu was oder wann muss man das ganz deutlich sehen.

00:05:03: Wir sehen, dass zum Beispiel gerade etwas Übergewichtszahlen angehen sind.

00:05:08: wir stagnieren wir gerade auf einem sehr hohen Plateau aber es steigt wenigstens nicht mehr weiter.

00:05:14: Das war ja so Anfang der zweitausender Jahre haben wir einen massiven Anstieg gesehen der jetzt auf einem echt hohen Niveau abgelavelt ist, also noch keine Entwarnung aber wenigstens kein weiterer Anstieg.

00:05:24: Aber dafür sehen wir zum Beispiel gerade während und nach der Pandemie für die psychische Gesundheit bei den Kindern einen großen Knick.

00:05:32: Also dass wir da auf die Kinder mehr aufpassen müssen das die ganz großen Bedarf auch haben für die mentale Gesundheit das da gefördert werden muss.

00:05:41: Und naja, Sie haben es vielleicht auch gelesen.

00:05:43: Es war auch groß in den Medien.

00:05:44: gerade was so Ernährungssachen wie gesüßte Getränke angeht sind wir Deutschland und eben auch bei Kindern und Jugendlichen absolute Spitzenreiter.

00:05:52: also da wird einfach sehr viel konsumiert.

00:05:55: das heißt man muss da so unterschiedliche Facetten anschauen.

00:05:59: Grundsätzlich sind die Kinder waschig schon gesund per se jetzt erst mal im aktuellen, aber wir haben einfach sehr viele Risikofaktoren.

00:06:08: Die Kinder sitzen sehr viel, weil es ja noch ein weiterer Risikophaktor ist einmal in der Schule dann aber leider eben auch in der Freizeit, weil auch die Bildschirmedienzeiten in Deutschland massiv hoch sind im Vergleich zu anderen Ländern.

00:06:22: Und ja, so summiert sich das Ganze einfach und sorgt dann eben meistens dafür dass spätestens im Jugend- und dann erwachsenen Alter sich einfach diese Risikofaktoren in Krankheiten manifestieren

00:06:32: können.".

00:06:33: Es gibt auch immer mal wieder Diskussion über Zuckersteuer oder irgendwie Werbeverbot für Süßigkeiten für Kinder.

00:06:38: müsste die Gesellschaft sowas auch diskutieren?

00:06:40: Oder wäre das schon wieder ein erhobener Zeigefinger was vielleicht eher kontraproduktiv ist?

00:06:44: wie schätzen Sie das ein?

00:06:46: Also meine Meinung ist ganz klar, das muss her.

00:06:50: In anderen Ländern sehen wir es auch ganz deutlich.

00:06:52: Das ist ja auch immer mal wieder bei den ein oder anderen Parteitagen zur Sprache gekommen ob das tatsächlich jetzt vorgebracht werden soll.

00:06:59: allerdings muss man sich da leider auch immer wieder anschauen wer finanziert denn diese Parteitage und da ist auch gerne mal die Zuckerlobby groß mit dabei weswegen man sich dann nicht wundern muss, warum der Vorschlag vielleicht nicht durchgeht.

00:07:12: Also da müssen wir halt einfach schauen.

00:07:14: aber wir hatten jetzt auch gerade zu Ende letzten Jahres eine sehr große Befragung in ganz Baden-Württemberg und da wurde zum Beispiel gefragt wie sieht es denn aus?

00:07:23: Wer hat ihr denn für ne Zuckersteuer?

00:07:25: Und da ist eine sehr, sehr große Mehrheit für die Zuckasteuer von wirklich jeglicher Schicht und jedem Alter gewesen.

00:07:32: also... Die Bevölkerung wäre bereit dafür.

00:07:36: Frau Kobel, Sie forschen ja auch sehr viel.

00:07:38: Unter anderem zu Bewegungsförderungen, Gesundheitskompetenz und familiären Einflüssen auf die Aktivität von Kindern.

00:07:44: gibt es aus dem Bereich vielleicht irgendwelche aktuellen Erkenntnisse, die interessant sind zurzeit?

00:07:49: Also gerade zur Gesundheitskompatenz gibt's ganz viel das ist eben auch diese Befragung, gerade noch genannt hatte, haben wir eine, dass wir da auch einfach mal schon was weiß die Bevölkerung denn grade.

00:08:02: Was natürlich in unserem Projekt ganz wichtig ist – was wissen denn die Eltern und wo müssen wir unterfüttern?

00:08:09: Es geht ja bei der Gesundheitskompetenz nicht nur darum, was weiß ich.

00:08:12: Sondern kann ich es dann auch anwenden?

00:08:14: Und das ist dann auch wieder um den Bogen zum gesunden Boot zu schlagen, weswegen wir Handlungsalternativen bieten.

00:08:20: Das heißt, wir erzählen natürlich schon kurz warum das so ist und was richtig wäre aber dann liefern mir sehr viele Beispiele wie's denn gemacht werden kann weil das scheint tatsächlich der Bevölkerung am allermeisten zu fehlen ist klar Ich weiß ich soll mich gesund ernähren Wie mache ich es denn jetzt wirklich?

00:08:37: Und ja, ich soll mich bewegen.

00:08:39: Aber wie integriere ich's in einen Alltag der sowieso schon sehr stressig

00:08:42: ist?".

00:08:43: Also da sieht man in den Studien das gerade da ein großer Punkt ist.

00:08:48: Wir sehen aber auch dass zum Beispiel Leute mit Migrationshintergrund eine relativ gute Gesundheitskompetenz haben also entgegen mancher Annahmen vielleicht sondern die sich ganz viel damit beschäftigen.

00:09:01: solche Sachen sieht man.

00:09:01: und was die familiären Einflüsse angeht sehen wir einfach Risikofaktoren einfach gerne in Familienklustern, also anheften.

00:09:12: Und es liegt sehr selten am genetischen muss man ganz ehrlich sagen sondern das ist halt wirklich am Verhalten liegt.

00:09:18: dass einfach des Bewegungsverhaltenen der Familie sehen wir ja schon wird auch Bei Kindern nur angeschoben, wenn die Eltern aktiv sind.

00:09:27: Wenn ich am Wochenende auf der Couch bin ist mein Kind wahrscheinlich ebenso auf der couch.

00:09:31: also deswegen da sehen wir.

00:09:33: das sind so die Erkenntnisse mit denen wir gut arbeiten und daraus natürlich dann auch wieder ableiten was bieten wir?

00:09:39: Und was bauen wir?

00:09:40: ein

00:09:42: Programm ist ja auch wissenschaftlich evaluiert Also nachweislich wirksam.

00:09:46: können sie dazu vielleicht noch ein bisschen mehr sagen wie genau dass überprüft wird?

00:09:50: Ja also Wir haben dafür groß angelegte Studien randomisierte kontrollierte Studien gemacht mit eben Kontrollgruppe.

00:09:58: Das heißt, es wurden erst mal mehr als ein tausend Kindergartenkinder, zwei Tausend Grundschulkinder die wir einen Jahr lang begleitet haben.

00:10:05: das heißt sie wurden erstmal alle untersucht gemessen geburgen befragt Eltern befragt und so weiter.

00:10:09: und danach haben wir die Perlosverfahren in zwei verschiedene Gruppen geteilt einmal in die Gruppe die ganz normal weitergemacht hat in Schule und Kita Und die andere Gruppe, die eben am gesunden Boot teilgenommen hat zu der Lehrkräfte Fortbildungen erhalten haben und die Erziehungskräfte.

00:10:24: Die haben die Materialien, die wir ja entwickelt haben und auch getestet haben bekommen und wurden dann gebeten das ganze für ein Jahr durchzuführen.

00:10:32: Nach dem Jahr haben wir alle wieder untersucht... Und konnten da wirklich ganz deutlich sehen, wir haben eine Reduktion in den gesüßten Getränken.

00:10:41: Wir haben einen Anstieg an der Bewegung aber auch in der Ausdauerleistungsfähigkeit.

00:10:45: Wir sehen die Kinder sind weniger häufig krank und wir sehen auch dass weniger Bildschirmedien genutzt werden.

00:10:50: Auch gerade in den Haushalten in denen die Bildungsferner sind.

00:10:54: solche Sachen also wirklich tolle Ergebnisse.

00:10:57: worauf wir uns berufen dürfen

00:10:59: Klingt echt super.

00:11:01: Jetzt hat Ihr Programm ja nicht nur in Anführungszeichen die Kinder und die Eltern im Blick, sondern auch noch pädagogische Fachkräfte und Lehrer.

00:11:08: Können Sie da vielleicht noch ein bisschen zu erzählen wie die Personen unterstützt werden?

00:11:13: Wir unterstützen sie auf zwei Wege.

00:11:15: das eine ist dass wir Fortbildungen und Materialien für sie liefern damit die Fachkräften und die Lehrkräfte dann in dem normalen Kita oder Schulalltag eben gesundheitsförderliche Themen einsetzen können.

00:11:29: Und wir liefern auch noch Angebote zur sogenannten Erwachsenen-Gesundheit.

00:11:35: Da wollen wir psychosoziale Gesundheit fördern, weil man in Studienallgemein sehen kann dass die berufsbedingten Belastungen extrem zugenommen haben in dieser Berufskruppe das die Unzufriedenheit zugenomen hat und auch das Risiko für Depressionen und Burnout.

00:11:52: und da wollen wir eben so eine Art Werkzeugkoffer liefern damit da was präventiv getan werden kann und auch Übungen, die von denen wirklich für schon bestehende Stresssituationen auch Lösungen, individuelle Lösungen bieten können.

00:12:07: Stress ist ein großes Thema im Arbeitsalltag von den Personen aus diesem Arbeitsbereich ja?

00:12:12: Ja also stress ist ein sehr großes Problem und auch die ganzen Anforderungen die so vom gesellschaftlicher Seite an sie gestellt werden, die immer noch mehr werden.

00:12:21: Jetzt gab es ihr Programm ja bis vor Kurzem nur in Baden-Württemberg.

00:12:24: Doch seit Ende twenty-fünfundzwanzig konnte es deutschlandweit ausgerollt werden, das klingt nach einer ganzen Menge Arbeit.

00:12:30: wie weit sind sie denn in diesem Prozess?

00:12:32: Wir haben es tatsächlich geschafft dass wir jetzt mittlerweile alle bis auf ein Bundesland erreicht haben Und wir sind wirklich dran.

00:12:40: Es ist anstrengend, aber es macht auch Spaß im Hintergrund.

00:12:42: auch froh, dass sie durch die TK die Finanzierung bekommen haben.

00:12:45: Ich habe extra mal die aktuellen Zahlen rausgesucht.

00:12:48: Die muss ich kurz ablesen, die weiß ich nicht auswendig.

00:12:51: Wir haben tatsächlich geschafft in diesem Kita bzw.

00:12:54: Schuljahr twelvehundert Erzieher zu erreichen, neunhundert Lehrer und zweitausend sechshundert Eltern.

00:13:02: Da sind wir stolz und froh, dass wir das hier zu leisten konnten.

00:13:06: Susanne und ich machen das ja auch im Moment zu zweieinhalb.

00:13:09: Wir haben noch eine Projektassistenz und sind eben gespannt was die Zukunft bringen

00:13:14: wird.".

00:13:15: Okay wow!

00:13:15: Das ist wirklich ein kleines Team für jede Menge Arbeit.

00:13:18: Und wie gehen Sie quasi vor um sich weiter bekannt zu machen?

00:13:22: Sprechen sie die Schulen, die Kitas aktiv an?

00:13:24: oder wie ist quasi Ihre Marketingstrategie?

00:13:27: Wir fallen natürlich mehrkleisig, aber wir machen uns einfach wirklich per E-Mail und Post bei den einzelnen Einrichtungen und Schulen bekannt.

00:13:35: Wir gehen natürlich auch auf Kongresse, auf Tagungen an sogenannte wissenschaftliche Marktstände.

00:13:41: Wir versuchen wirklich alles um irgendwie auf uns aufmerksam zu machen, fragen aber das auch ab in der Prozessevaluation von unseren Fortbildungen und sehen.

00:13:50: am besten läuft schon die Wunsch zum Wundpropaganda.

00:13:53: also es ist eigentlich auch ganz schön dass sie mitmachen sind auch zufrieden und geben das dann zum Glück in ihrer Einrichtung, in ihre Schule weiter.

00:14:02: Jetzt haben Sie ja letztes Jahr auch den ersten Platz beim Springer Medizin Charity Award gewonnen.

00:14:06: nochmal herzlichen Glückwunsch!

00:14:08: Was

00:14:09: bedeutenden solche Auszeichnungen sind die auch wichtig um sich weiter bekannt zu machen?

00:14:13: Sehr!

00:14:14: Also wir merken das schon, dass das Publicity kreiert hat und dass wir darauf auch Anfragen kriegen.

00:14:20: Und auch von ganz unterschiedlichen Richtungen.

00:14:22: Gerade wenn wir zum Beispiel Kontakt zu Gesundheitsämtern, wo rüber wir ja versuchen zu kommen oder auch Träger da... also gerade wenn wir an die höheren Stellen gehen ist das unglaublich wertvoll tatsächlich!

00:14:34: Dass man da einfach noch mal sagen kann, jemand hat von außen drauf geguckt und konnte bezeigen, dass es eine gute Sache ist

00:14:40: Duell ja die Technikerkrankenkasse mit im Boot.

00:14:42: Haben Sie denn vielleicht so die Hoffnung, dass da noch mehr Krankenkassen einsteigen?

00:14:45: und es hören ja auch ein paar Vertreter von Krankenkassens zu?

00:14:48: Darum ist jetzt hier die Chance!

00:14:50: Also die Technikerkrankkasse hat relativ klar gemacht, dass sie das Programm gerne für sich haben möchte unter alles daran setzt, dass es ihr Baby bleibt.

00:14:59: aber man muss auch ganz klar sagen, dass wir immer ganz gerne Beibote haben gerne auch noch durch andere finanziert ist.

00:15:08: Also die Krankenkassen sind natürlich auch limitiert durch ihre Vorgaben, was sie finanzieren können und wir haben ja auch schon gesagt, wir hätten gerne noch den einen oder anderen Baustein, den wir nochmal zusätzlich evaluieren wollen und dafür braucht es dann Geldgeber der eine Evaluation zahlt.

00:15:24: damit ich wirklich sagen kann das ist so wirksam wie wir's gerne hätten.

00:15:28: In der Prozess-Evaluation sehen wir zwar schon, aber Wirksamkeit.

00:15:32: Also dafür auf jeden Fall.

00:15:34: und ja also wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, aber auch da dürfen Krankenkassen jetzt zum Beispiel keine Dauerfinanzierung machen.

00:15:40: das heißt wir werden bestimmt irgendwann mal wieder auf andere Finanziers zukommen sind und da würden wir uns natürlich freuen.

00:15:47: Ja

00:15:48: dann schauen wir mal vielleicht noch einmal zum Schluss in die Zukunft geblickt.

00:15:52: was für Pläne haben sie noch?

00:15:53: Was wünschen Sie sich vor allem auch für die Gesundheit der Kinder in Deutschland?

00:15:58: Da hatte ich ja zwei Sachen, glaube schon angeschnitten gerade.

00:16:00: Also ich würde tatsächlich die noch fehlenden Bausteine evaluieren.

00:16:03: Das wäre mir wirklich sehr wichtig.

00:16:05: einfach dass wir sagen können das kommt nicht nur gut an sondern es wirkt auch.

00:16:09: das wär so wirklich ein Punkt.

00:16:11: und dann würde ich gerne dass wir als Team auch wieder wachsen damit wir natürlich einfach den Service bieten denen wir können.

00:16:18: Das letzte mal war zum Beispiel bei den Elternabend haben wir einen vier Mal nacheinander angeboten weil die Nachfrage so groß war.

00:16:25: und ich glaube das ist einfacher wenn mehr Leute sind, die genau das in der gleichen Qualität dann umsetzen können.

00:16:32: und daran hakt es bei uns immer noch gerade dass wir da nach Leuten suchen, die das genauso gut können und natürlich dann eben auch nach dem Geld.

00:16:40: Aber grundsätzlich würde es mich natürlich schon freuen wenn möglichst viele Kinder, möglichst jung ins gesunde Boot einsteigen weil wir sehen einfach... Und deswegen haben wir eben auch von null bis zehn Jahren dass je früher wir beginnen desto einfacher sind halt Verhalten und auch Verhältnisse der Kinder zu ändern.

00:16:59: Das heißt wir erreichen auch die Eltern viel leichter.

00:17:02: Wenn Sie die Kinder in die Krippe bringen, sind sie noch viel offener und aufnahmebereiter als wenn wir jetzt Ende der Grundschulzeit daran gehen.

00:17:10: Im gleichen Atemzug wäre mein Wunsch auch, und das ist glaube ich auch deiner Uli.

00:17:14: Wir haben ja auch schon drüber gesprochen dass wir in die Sekundarstufe dürfen weil eigentlich werden die Kinder so nach zehn quasi dann fallen gelassen und man erwartet sie wissen jetzt alles darüber wie Sie mit ihrer Gesundheit umgehen.

00:17:26: aber da kommen so viele äußere Einflüsse auf den weiterführenden Schulen die ja auch gerne mal neben Supermärkten und Dönerbuten sind.

00:17:33: und wann entscheide ich mich jetzt da cool mit dem Bus hinzufahren oder doch mit dem Fahrrad?

00:17:38: also Da kommt einfach ganz viel, was noch mal so auch schon eigentlich bestehende Verhaltensweisen aufhurteln kann.

00:17:46: Und deswegen würde ich mir wünschen dass wir auch für die zweite Hälfte der Kind halt quasi Materialien und Programme entwickeln dürfen.

00:17:54: Also quasi um ein Bild zu bleiben das gesunde Boot soll die Kinder bis ins Erwachsenenalter tragen

00:17:59: könnte man vielleicht

00:18:00: sagen.

00:18:00: Das

00:18:00: wäre großartig.

00:18:02: Frau Watter ist Ihnen zum Schluss auch noch wichtig paar Worte zu sagen?

00:18:05: Was Sie sich wünscht und vorstellen.

00:18:08: Es wäre natürlich auch schön, wenn wir noch mehr Möglichkeiten hätten die Eltern zu erreichen.

00:18:13: Wenn wir einfach da so ein ganz abgerundetes Programm haben das hier zum Beispiel auch den Eltern nicht nur einmalig beim Eltenabend was mitgeben sondern vielleicht auch schriftlich oder mit kleinen Videos oder so einfach Botschaften an die Hand geben können weil wir einfach merken dass da ganz viel Unsicherheit und Hilflosigkeit besteht und vor allen Dingen auch sowas wie Man weiß gar nicht, was man mit seinem Kind eigentlich unternehmen kann.

00:18:38: Was man mit deinem Kind machen kann in der Freizeit wenn man nicht den Fernseher einschaltet und das sind so Sachen die wir auch gerne noch ein bisschen mehr an die Hand nähen sollten bei den Eltern.

00:18:48: Es gibt noch einiges zu tun.

00:18:50: dann wünsche ich Ihnen weiterhin ganz viel Erfolg und bedanke mich ganz herzlich für das nette Gespräch!

00:18:56: Ja und wir danken, danke Ihnen

00:18:58: Tschüss.

Über diesen Podcast

ÄrzteTag - der Podcast der "Ärzte Zeitung". Wir blicken kommentierend und persönlich auf den Tag, wichtige Ereignisse und Meilensteine. Wir laden Gäste ein, mit denen wir über aktuelle Ereignisse aus Medizin, Gesundheitspolitik, Versorgungsforschung und dem ärztlichen Berufsalltag reden.

von und mit Ärzte Zeitung

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