ÄrzteTag

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Rückblick auf 14 Jahre G-BA: Prof. Josef Hecken im Interview

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In dieser Folge von „Die Berliner Stunde – Der gesundheitspolitische Podcast“, aufgenommen auf dem Hauptstadtkongress 2026, zieht Prof. Josef Hecken Bilanz über seine 14 Jahre als unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). Als höchstes Gremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im deutschen Gesundheitswesen entscheidet der G-BA maßgeblich darüber, wie gesetzliche Vorgaben in die Versorgungspraxis der gesetzlichen Krankenkassen übersetzt werden.

Zum 30. Juni 2026 übergibt Prof. Hecken den Vorsitz an seine Nachfolgerin Dr. Sonja Optendrenk. Im Gespräch mit der Journalistin Jennifer Timm blickt er zurück auf zentrale Projekte, prägende Entscheidungen und die Herausforderungen seiner Amtszeit. Dabei wird deutlich, welche zentrale Rolle der G-BA im komplexen Gefüge der Gesundheitspolitik spielt – einem Umfeld, das Hecken treffend als „Haifischbecken“ bestätigt.

Die Berliner Stunde – Auftakt zwischen Bundestagsdebatte und Versorgung

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In dieser Auftaktfolge von „Die Berliner Stunde – Der gesundheitspolitische Podcast“ stellen Jennifer Timm und Matthias Gabriel aus der Politik & Debatte-Redaktion der Ärzte Zeitung das Konzept hinter dem neuen Format vor. Mit einem Arbeitsplatz zwischen Bundestag, Charité und dem Bundesgesundheitsministerium geben sie Einblicke in ihre journalistische Arbeit und erklären, wie sie Gesundheitspolitik begleiten und einordnen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Rolle der Podcast in einer zunehmend komplexen und schnelllebigen gesundheitspolitischen Landschaft spielen kann: Orientierung bieten, Hintergründe liefern und Expertinnen und Experten zu Wort kommen lassen. Dabei geht es nicht nur um aktuelle Debatten wie zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz, sondern auch um strukturellen Fragen – von der Einführung eines Primärversorgungssystems über die digitale Transformation des Gesundheitswesens bis hin zur Zukunft der Pflege. Außerdem erfahren Sie, wie der Podcast zu seinem Namen gekommen ist.

Diese Episode ist der Startpunkt für fundierte Gespräche über Gesundheitspolitik in Deutschland.

Welches Training ist das richtige für meine pAVK-Patienten, Dr. Dörr?

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Die Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) hat einen Paradigmenwechsel erfahren. Während früher bereits im Stadium der Claudicatio intermittens schnell interveniert und operiert wurde, steht heute das konservative Management im Fokus.

„In großen Studien wie ERASE und IRONIC haben wir gesehen, dass nach fünf Jahren der scheinbare Vorteil der interventionellen Therapie gegenüber der konservativen Therapie verloren gegangen ist“, erklärt Dr. Gesine Dörr, Chefärztin für Kardiologie und Angiologin am Alexianer St. Josef Potsdam, im „ÄrzteTag“-Podcast.

Als optimal erwies sich in Studien das strukturierte Gehtraining in der Gruppe unter Anleitung eines Gefäßsporttherapeuten. Doch, Gefäßsportgruppen sind Mangelware. Welche Möglichkeiten haben Ärztinnen und Ärzte also sonst noch? Kollegin Dörr berichtet, auf was es ankommt.

Wie kommuniziert man Zahlen und Risiken verständlich, Dr. Lühnen?

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Manchmal erkennt man es schon in den Augen der Patientinnen und Patienten: ein Blick der Verwirrtheit und stilles Nicken. Dann kann es gut sein, dass das besprochene Thema überfordert. Nicht selten kann die Ursache der Verwirrtheit eine Ansammlung an numerischen Fakten, wie Risiken und Zahlen sein, die es schwer machen, aufmerksam zu folgen. Doch Zahlen gehören nun einmal dazu, oder?

Selbstverständlich, sagt auch Dr. Julia Lühnen, Juniorprofessorin an der Charité Berlin und Coautorin der Leitlinie „Evidenzbasierte Gesundheitsinformation“ (Version 2.0 gerade in Bearbeitung). Doch es kommt auf das „Wie“ an, um Patientinnen und Patienten nicht zu überfordern.

Wann nutze ich das relative und wann das absolute Risiko? Was bedeutet es eigentlich genau, wenn eine Nebenwirkung „sehr selten“ oder doch nur „selten“ auftritt? Im „ÄrzteTag“-Podcast spricht Lühnen über ein paar einfache Strategien, um Risiken und Zahlen so zu kommunizieren, dass sie auch wirklich hängen bleiben.

Stiller Reflux in der HNO-Praxis

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Ob Räusperzwang oder ein Globusgefühl im Hals: Oft sind Betroffene, die wegen solcher Beschwerden in der HNO-Praxis vorstellig werden, besorgt. Dabei verbirgt sich nicht selten ein Refluxgeschehen hinter den Symptomen. Welche teils einfachen Möglichkeiten - medikamentös und in der Lebensführung - den Patientinnen und Patienten helfen können, hören Sie im Podcast.

Wo liegt die Herausforderung „Mutterschutz“ für niedergelassene Ärztinnen, Frau Dr. Jesswein?

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Haben niedergelassene Ärztinnen im Mutterschutz und in Erziehungszeiten eher einen Vorteil durch hohe Flexibilität bei Vertretungsregelungen oder eher Nachteile durch das finanzielle Risiko bei der Organisation von Vertretung?

Ein kleiner Passus im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD im Bund hat die Diskussion über Mutterschutz für niedergelassene Ärztinnen befeuert: „Wir wollen einen Mutterschutz für Selbstständige analog zu den Mutterschutzfristen für Beschäftigte einführen.“

Bei der Frühjahrstagung des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands in Magdeburg haben die Delegierten einstimmig einen Antrag beschlossen, der die Politik auffordert, „den gesetzlichen Mutterschutz für selbstständige, niedergelassene Ärztinnen unverzüglich an die Regelungen für angestellte Ärztinnen anzugleichen“.

Die Initiatorinnen befürchten, dass die Nachteile im Mutterschutz dazu führen, dass Ärztinnen sich später niederlassen oder ganz davon absehen könnten. Beim Deutschen Ärztetag in Hannover wollen die Hausärztinnen und Hausärzte einen entsprechenden Antrag einbringen, um der Forderung noch mehr Nachdruck zu verleihen.

Im „ÄrzteTag“-Podcast erläutert die Mit-Initiatorin des Beschlusses Dr. Nadja Jesswein die Herausforderungen für niedergelassene Ärztinnen in der Schwangerschaft.

Die Hausärztin aus Oldenburg beschreibt die Probleme, die sie gehabt hat, als sie als niedergelassene Ärztin in einer Einzelpraxis schwanger wurde. Und sie erläutert, warum es in der Praxis nicht so einfach ist, eine Vertretung zu finden, und welche finanziellen Belastungen dadurch entstehen können, wenn die Praxischefin in der Schwangerschaft längere Zeit ausfällt.

Im Gespräch geht es nicht zuletzt um die Möglichkeiten, über Entlastungsassistentinnen oder -assistenten die Erziehungszeiten zu überbrücken und dabei vielleicht sogar die eigene Praxis weiterzuentwickeln – aber auch um die Einschränkungen, die dabei zu beachten sind.

Über diesen Podcast

ÄrzteTag - der Podcast der "Ärzte Zeitung". Wir blicken kommentierend und persönlich auf den Tag, wichtige Ereignisse und Meilensteine. Wir laden Gäste ein, mit denen wir über aktuelle Ereignisse aus Medizin, Gesundheitspolitik, Versorgungsforschung und dem ärztlichen Berufsalltag reden.

von und mit Ärzte Zeitung

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