ÄrzteTag

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Wie regeln wir denn jetzt die ärztliche Sterbehilfe, Prof. Wiesing?

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Ende Februar hat das Bundesverfassungsgericht das Verbot der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung gekippt: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will jetzt regulatorisch nachbessern. Der Tübinger Medizinethiker und -historiker Prof. Urban Wiesing ist sich sicher: Der Staat darf den Schutz vor voreiligen, unvernünftigen und unüberlegten Suizid-Entscheidungen ausüben, aber der Staat hat kein Recht, die Suizidentscheidung seiner Bürger generell abzulehnen.

Wiesing ist Mitglied der Ethikkommission des Weltärztebundes und hat mit drei Kollegen kürzlich der Politik einen Vorschlag zur Neuregelung der Sterbehilfe unterbreitet. Er will Ärzte mit ins Boot bei der Hilfe zur Selbsttötung nehmen – heraus aus der legalen Grauzone.

Was sein Gesetz besser macht als der bisherige Paragraf 217 StGB, warum die Ärztekammern beim Thema Sterbehilfe keine gute Figur machen und wieso es eine Art Konsil für jeden einzelnen Fall geben sollte, hören Sie im Podcast. Und er sagt, warum die Kirchen noch nicht in einer pluralistischen Gesellschaft angekommen sind.


Kommentare

MarieMarie
by MarieMarie on
Nicht nur das Recht auf Leben, auch das Recht aud den eigenen Tod muss gewährleistet sein. Es kann nicht sein, dass nur alles für die Lebenserhaltung getan wird und das selbstbestimmte Sterben missachtet wird. Sicherlich wird es schwierig sein, dafür Bedingubgen zu schaffen, die Misbrauch nicht ermöglichen. Um so dringender ubd intensiver muss sich damit beschäftigt werden und Möglichkeiten gefunden werden.
Guntram
by Guntram on
Warum dürfen mir fremde Personen, die sich für kompetenter halten, darüber entscheiden ob mein Wunsch nach Sterbehilfe legitim ist. Das ist eindeutig eine Einschränkung meines Rechtes auf selbstbestimmtes Sterben. Die Gefahr der Verweigerung der Sterbehilfe aus finanziellen Interessen ist bei Krankenhausärzten besonders hoch, sie riskieren unter Umständen ihren Arbeitsplatz, wenn sie die Sterbehilfe akzeptieren.

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