ÄrzteTag

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Wie es um die Männerseele bestellt ist

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Der November steht seit einigen Jahren im Zeichen der Männergesundheit. Denn Männer gelten gemeinhin als Vorsorgemuffel – bei der Krebsvorsorge wie beim Gesundheits-CheckUp. Männer rauchen und trinken auch mehr und ernähren sich ungesünder als Frauen. Und dennoch schätzen rund 70 Prozent der Männer ihren allgemeinen Gesundheitszustand als gut oder sehr gut ein. Auch bei der psychischen Gesundheit gibt sich das starke Geschlecht gerne stark. Nach aktuellen Zahlen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung geben in Deutschland nur etwa halb so viele Männer wie Frauen an, sich seelisch belastet zu fühlen. Zumindest die Diagnose Depression wird bei ihnen auch tatsächlich seltener gestellt als bei Frauen. Und doch begehen dreimal so viele Männer Selbstmord wie Frauen. Hauptursache für Suizide sind – ja – eben Depressionen. Wie das männliche Selbstbild und psychische Erkrankungen zusammenhängen und wie Männer besser bei der Gesundheitsvorsorge erreicht werden können, ist Thema des Podcast-Gesprächs mit Dr. Gernot Langs, Chefarzt an der Psychosomatischen Klinik der Schön Klinik Bad Bramstedt.


Kommentare

M.Vollwein
by M.Vollwein on
Das in der ARD am 23.11.2020 ausgestrahlte Fernsehspiel von Ferdinand von Schirach "Gott" zeigte, dass es eben nicht nur allein Depression ist, die Männer zum Suizid treibt, sondern auch der Verlust einer geliebten Ehefrau und der fehlende Sinn mit 78 Jahren noch planen zu sollen. Wir Menschen, bin ich überzeugt, sind Beziehungswesen. So wie Bischof i.R. Wolfgang Huber schreibt: "Selbstbewusstsein entsteht erst, wenn ein Mensch gelernt hat, auch zu sich selbst in Beziehung zu treten. Menschliches Leben vollzieht sich in der Beziehung zu sich selbst, zu anderen Menschen, zu der Welt, deren Teil wir sind, und, so er glaubt, zu Gott. Der Mensch erlebt sich selbst als das Wesen, dem das Leben von anderen gegeben und, so er glaubt, von Gott anvertraut ist. Seine Würde ist darauf angelegt, von anderen anerkannt zu werden. Sein Freiheit kommt erst dann zum Ausdruck, wenn er zu anderen in Beziehung tritt und für andere Verantwortung wahrnimmt." Mir scheinen in unserer heutigen Lebensweise der Gesellschaft, z.B. social media, Beschleunigung, die Ursachen auch für Depression zu liegen. P.S. ich bin Erzieher im Ruhestand und erhielt diesen Link von einem befreundeten Arzt.

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