00:00:03:
00:00:06: Willkommen zum Erztetag, dem Podcast der Ärztezeitung.
00:00:09: Mein Name ist Hauke Gerloff und ich bin stellvertretender Chefredakteur.
00:00:12: Heute reden wir über einen Teil des Gesundheitswesens der Gesundheitsministerin vielleicht am wenigsten Kopfzerbrechen bereitet weil er nämlich kein Geld kostet.
00:00:23: Konkret es geht um das Ehrenamt im Gesundheitswesen und um dessen Förderung in der sich auch Springen Medizin und die Ärztezeitungen engagieren Und dazu begrüße ich heute die Vorsitzende der Jury des Charity Awards, Professorin Monika Kellerer.
00:00:40: Hallo Frau Kellerer!
00:00:44: Frau Prof.
00:00:45: Kellerer, wir sprechen heute über das Ehrenamt.
00:00:48: Sie sind beruflich ärztliche Direktorin am Marienhospital in Stuttgart sie kennen also die Nöte des professionell aufgestellten Gesundheitsbesens zur Genüge.
00:00:58: Wo im Gesundheitswesen ist das Ehrenamt denn am wichtigsten und überhaupt nicht wegzudenken?
00:01:05: Und sind ehrenamtlich tätige Menschen im Gesundheitswesten doch so etwas wie Lückenfüller, die dort einspringen, wo dem Staat oder der versicherten Gemeinschaft das Geld ausgeht?
00:01:15: Definitiv, es ist so Herr Gerlauf.
00:01:18: Das Ehrenamt ist eine ganz wichtige Säule im Gesundheitswesen und ich glaube wenn diese Säulen nicht bestehen würden dann würde unser Gesundheitswesend in gewisser Weise auch sehr stark leiden.
00:01:33: dieses ehrenamt Natürlich könnte man so ausdrücken, dass es ein Lückenwüser ist.
00:01:41: Aber man darf nicht vergessen das Ganze ist ein Geben und Nehmen.
00:01:46: Und die Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren, die geben anderen Menschen was oder geben auch unserer Gesellschaft viele wertvolle Impulse aber umgekehrt vom Ehrenamt tätige Berichten auch, durch diese Tätigkeit auch etwas Sinnstiftendes zurückbekommen.
00:02:09: Ganz ohne Geld funktioniert natürlich auch das Ehrenamt nicht, Material muss gekauft werden.
00:02:14: Ausbildung und Fortbildung der ehrenamtlichen ist nötig damit sie eine gute Betreuung wenn sie denn wo auch immer sie dann tätig sind gewährleisten können.
00:02:24: und da gibt es viele Dinge, wofür Geld gebraucht wird.
00:02:28: Und jetzt will ich einmal ein bisschen pro Domo also für Springer Medizin sprechen meinen Arbeitgeber denn der Verlag hat vor vielen Jahren den Charity Award ins Leben gerufen um herausragende ehrenamtliche Projekte im deutschen Gesundheitswesen zu fördern.
00:02:43: dafür müssen sich Projekten bei Springer medizin bewerben.
00:02:46: eine unabhängige Jury entscheidet dann über drei Gewinner.
00:02:51: Seit über fünfzehn Jahren ist das Bundesgesundheitsministerium unter Wechseln der Führung Schirmherr des Awards und Sie sind auch schon seit vielen, vielen Jahren in der Jury engagiert.
00:03:04: Wer kann sich da eigentlich bewerben?
00:03:06: Frau Professorin
00:03:07: Kellerer Ja es heißt ja schon Springer Medizin Charity Award Das heißt Es können sich ehrenamtliche Projekte im Gesundheitssektor Bewerben.
00:03:19: diese werden gefördert, wenn sie unter den Preisträgern sind.
00:03:24: Also das ist natürlich ein wichtiger Punkt mit diesen Springer Medizin Charity Award wie Sie schon erwähnt haben.
00:03:32: denn oftmals ist es ja so dass ehrenamtliche Organisationen in der Öffentlichkeit gar nicht so bekannt sind und damit dann letztlich auch weniger unterstützt werden.
00:03:43: und ich glaube hier setzt der Springer medizin Charit indem er ehrenamtliche Projekte, die prämiert werden eben auch ans Licht der Öffentlichkeit bringt.
00:03:56: Das wiederum führt dazu dass diese Projekten dann mehr Förderung bekommen weil sie einfach bekannter sind.
00:04:04: also das ist sozusagen ein Anschub-Effekt für viele Projektes dieser Medizin Charity Award.
00:04:13: Bewerben können sich alle eben ehrenamtlich im Gesundheitssektor aktiv sind.
00:04:20: Und das ist durchaus auch breit zu verstehen, nicht?
00:04:23: Also da kann Pflege mit dabei sein, da kann Prävention mit dabei zijn, da können Gesundheitserziehungen mit dabei seien und da kann auch innerärztliche Projekte die sich für bestimmte Teile der ärztlichen Berufsausübung engagieren.
00:04:41: Das ist alles möglich, oder?
00:04:43: Das ist definitiv alles möglich.
00:04:45: Ich kann Ihnen einfach als Beispiel auch nennen Projekte die in den letzten Jahren Preise gewonnen hatten.
00:04:55: das waren Projekten die zum Thema gesundes Verhalten bei Kindern beispielsweise aktiv waren.
00:05:03: Projekta auch gegen die Stigmatisierung von psychischen Erkrankungen bei Jugendlichen aktiv waren und auch beispielsweise ein Stadtteil Gesundheitszentrum, das Menschen mit nicht so guten Zugang zu unserem Gesundheitssystem bei Erkrankungen eben auch unterstützt.
00:05:25: Und ermöglicht dass sie adäquate medizinische Behandlungen bekommen.
00:05:30: aber letztlich die Liste der primierten Projekte ist insgesamt sehr lange Und umfasst, wie Sie schon erwähnt haben, breiter Spektrum, also Projekte zur Lebensrettung oder Projekten die sich für Impfschutz einsetzen sowie auch Projektes zur Unterstützung von Menschen mit Demenz.
00:05:51: All solche Projekty wurden bereits in der Vergangenheit gefördert.
00:05:56: Das ist ja Prävention auch ganz schön wichtig.
00:05:59: gerade bei diesen ehrenamtlichen Projekts.
00:06:02: nicht immer wieder kommen da tolle Projekti die, wo es dann eben um Primärprävention auch geht.
00:06:08: Das ist ja im Gesundheitswesen oder in unserem Gesundheitssystem wird das sonst oft nicht so groß geschrieben.
00:06:14: dieses Thema bis jetzt, oder?
00:06:17: Ja, das ist definitiv so!
00:06:20: Es gibt ja viele, viele Ansätze zur Primärprevention verschiedenster chronischer Erkrankungen oder auch verschiedener Volkserkrankungen Und da ist durchaus noch Verbesserungsbedarf und es ist schon erstaunlich, dass gerade in diesem Bereich auch viel ehrenamtliches Engagement unterwegs ist.
00:06:44: Vielleicht auch deswegen weil man hier direkt eben auch helfen kann und unterstützen kann.
00:06:52: Weil man hier beispielsweise indem man als Ehrenamtlichttätiger Kitas in Schulen geht und versucht, eben am Beispiel der Kinder jetzt eben gesunde Ernährung Bewegung all das zu fördern.
00:07:11: Nicht nur durch das Wort dass man spricht sondern auch wirklich aktiv das ganze unterstützt so dass es auch wirklich gemacht wird und nicht nur davon gesprochen wird.
00:07:23: Das ist wichtig ja Und es geht ja durchaus um viel Geld, nicht?
00:07:27: Sie haben eben schon angedeutet.
00:07:29: Es geht einerseits um die Bekanntmachung von Projekten bei den Gewinnen und zum anderen auch um Preisgeld.
00:07:36: Wollen sie da vielleicht nochmal das genauer beschreiben was man da tatsächlich gewinnen kann wenn man sich bewerbt?
00:07:43: Ja, das ist ein wichtiger Punkt natürlich denn es ist nicht nur so dass hier drei Projekte unter dem Bewerbern jedes Jahr primiert werden sondern ganz konkret Erfahren diese Projekte dann auch Unterstützung durch ein umfangreiches Medienpaket zusammen mit finanziellen Mitteln bis hin zum Wert von fünfzigtausend Euro.
00:08:06: Also das ist schon, denke ich eine Hausnummer wo ehrenamtliche Organisationen einfach da auch viel Gutes mitmachen können?
00:08:17: Ja gerade eben auch wenn man sich in den Medien von Springer Medizin auch präsentieren kann, um dann eben bekannter zu werden.
00:08:28: Ja, korrekt!
00:08:30: Was muss man denn tun?
00:08:31: Manchmal ist es ja ganz schön anstrengend sich bei einer solchen Veranstaltung oder einem solchen Preis- oder War zu bewerben.
00:08:39: Was ist dafür nötig?
00:08:41: Also bezogen auf das Preisgeld und die Möglichkeiten eben dass die Projekte durch die Springer Medien auch beworben werden können ist der Aufwand für die Bewerbung wirklich klitzeklein.
00:08:57: Die Bewerbung, würde ich sagen, ist wirklich kinderleicht.
00:09:01: Also die Interessierten schreiben vielleicht in ein bis zwei Seiten kurz auf wie ihre Tätigkeit in ihrer Organisation aussieht.
00:09:15: Vielleicht auch schon mit einem Hinweis, wofür sie das Preisgeld verwenden möchten?
00:09:21: Und viele legen dann von ihrer ehrenamtlichen Organisation auch noch Flyer oder Informatreal bei, falls solches vorhanden ist.
00:09:31: Und dann schicken sie das Ganze weg und das war es auch schon.
00:09:34: Ja.
00:09:35: Dauert nicht länger als eine Stunde würde ich sagen?
00:09:38: Okay ja, das ist doch verlockend!
00:09:41: Welche ... die Adresse werden wir in unserem teaser zu dem Podcast dann auch hinterlegen wo man sieht, wo man sich genau bewirbt Und wohin man die Unterlagen dann schickt.
00:09:54: Sie sind jetzt seit wieviel Jahren in der Jury schon drin, Frau Professor
00:09:59: Kellerer?
00:09:59: Jetzt muss ich überlegen das war ein Corona-Zeit und ich glaube fünf Jahre sind es jetzt.
00:10:06: Fünf
00:10:06: Jahre!
00:10:07: Was war Ihr schönstes Erlebnis was sie beim Charity Award erlebt
00:10:11: haben?
00:10:13: Mein schönstes Erlebnis wiederholt sich jedes Jahr, ganz ehrlich gesagt über Herr Gerloff und zwar wenn ich in die glücklichen Gesichter der Preisträger sehe.
00:10:24: Es gibt ja auch eine feierliche Preisverleihung im Berlin meistens im Oktober also so im Herbst und das Schönste Erlebnes ist wenn man die glücklichen Gewinner sieht und auch von denen hört, wie sinnvoll sie diese Mittel einsetzen.
00:10:42: Dann weiß man als Schödie, dass man hier was Gutes getan
00:10:48: hat.".
00:10:48: Das ist doch ein schönes Schlusswort!
00:10:50: Frau Professorin Kellerer, vielen Dank für den Einblick, den Sie unseren Hörerinnen und Hörern in die Prozesse rund um den Charity Award von Springer Medizin- und Ärzte Zeitung gegeben haben.
00:11:01: Wir hoffen auf viele Bewerbungen – und gratulieren schon vor der Preisverleihung allen, die sich im Ehrenamt im Gesundheitswesen engagieren!
00:11:10: Denn am Ende sind alle Gewinner.
00:11:12: Alles Gute für Sie!
00:11:13: Danke schön, lieber Herr Gamers.
00:11:15: Und auch wieder vielen Dank fürs Zuhören bis zum nächsten Ärztetag.
00:11:18: Tschüss.