ÄrzteTag

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Corona-Kosten: Wie die Kassen ein Milliarden-Defizit verhindern wollen

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Die Coronavirus-Pandemie schlägt bei der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) doppelt zu Buche: Einerseits gibt es Mehrausgaben, andererseits fehlen Einnahmen, da viele Unternehmen Kurzarbeit angemeldet haben und viele Menschen ihre Jobs verloren haben. Die Folge: Die Krankenkassen könnten finanziell in Schieflage geraten, warnt Dr. Doris Pfeiffer, Vorstandschefin des GKV-Spitzenverbandes. In der neuen Episode unseres „ÄrzteTag“-Podcasts spricht sie mit Chefredakteur Wolfgang van den Bergh über die Kassenfinanzen und berichtet von einem Gespräch mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, in dem erörtert wurde, mit welchen Maßnahmen die Lücke geschlossen werden soll.

Warum es einen besseren Plan für Krisensituationen braucht

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Es scheint gerade ein allgemeines erstes Aufatmen einzusetzen, dass Deutschland – bisher zumindest – einigermaßen glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommen ist. Glück, gute Vorbereitung oder schnelle Reaktion – was hat hier am meisten geholfen? Gerda Haselfeldt, ehemalige Bundesgesundheitsministerin und aktuelle Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, warnt vor voreiligen Schlüssen. Im Podcast-Gespräch erläutert sie, warum die letzten Wochen gezeigt haben, dass Deutschland sich für künftige Krisensituationen bereits im Vorfeld besser aufstellen sollte – und welches Konzept dazu eigentlich bereits auf dem Tisch liegt. Außerdem berichtet sie von "Spielplatzkümmerern" und anderem ehrenamtlichen Engagement und wie ihre Haltung zur Idee eines verpflichtenden Dienstjahrs ist.

Was ist über neurologische Komplikationen bei COVID-19 bekannt?

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Immer mehr Berichte deuten darauf hin, dass das SARS-CoV-2-Virus weit mehr als eine Lungenentzündung auslösen kann. Hier ist neben eher blanden transienten Geruchs- und Geschmacksstörungen auch von ischämischen Schlaganfällen bis hin zur Meningoenzephalitis die Rede. Daher ist eine aktuelle Forderung der Deutschen Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin, auch Neurologen (DGNI) bei Patienten mit ausgeprägter COVID-19-Erkrankung zu Rate zu ziehen. Was bislang über neurologische Schäden in Zusammenhang mit dem Coronavirus bekannt ist, erläutert im Podcast Professor Julian Bösel, Chefarzt an der Klinik für Neurologie in Kassel und designierter Präsident der DGNI.

Dürfen Ärzte eigentlich politisch weit rechts stehen, Dr. Josef Schuster?

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Er ist Internist und Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland: Dr. Josef Schuster ist unser heutiger Gast im "ÄrzteTag"-Podcast. Zum Tag der Befreiung von der Nazidiktatur vor 75 Jahren erzählt er, warum seine Eltern nach dem Krieg zurück nach Deutschland gegangen sind, warum erst in diesem Jahrtausend die Verwicklung der Ärzte in Nazi-Machenschaften vermehrt aufgeklärt wird und warum ihm rechte Strömungen in der Ärzteschaft Sorgen machen.

Corona-Krise: Müssen wir unser Verhältnis zum Tod überdenken?

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Zur Zeit wird viel über den Lebensschutz vor dem Hintergrund der Corona-Krise und des Für und Wider von Lockdown-Lockerungen diskutiert. Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble verwies in einem vielbeachteten Interview in diesem Zusammenhang unter anderem auf den Grundgesetz-Passus: „Die Würde des Menschen ist unantastbar – und ergänzte „… aber wir können den Tod nicht ausschließen“. Über den Spagat zwischen Einschränkungen unserer Freiheit und dem Primat des Lebensschutzes, der Frage nach einem würdevollen Sterben, wenn Patienten allein in Heimen bleiben mussten, und der Haltung zum Sterben in unserer Gesellschaft spricht Prof. Eckhard Nagel in diesem Podcast – als Mediziner, Medizinethiker und Christ.

Die Corona-Krise und ihre stillen Opfer

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Während der vergangenen Wochen war der Klinikbetrieb auf das Nötigste heruntergefahren worden, um Kapazitäten für eine mögliche COVID-19-Krankheitswelle aufzubauen. Auch in den niedergelassenen Praxen fand kaum Normalbetrieb statt. In Laboren wurden deutlich weniger Vorsorgetests, etwa auf Blut im Stuhl, gemacht. Vorsorgeuntersuchungen, etwa Koloskopien, blieben oft aus. Erst langsam wird deutlich, dass dabei möglicherweise schwere Erkrankungen verschleppt wurden. Welche Erkenntnisse es zu "stillen Opfern" zum Beispiel im gastroenterologischen Bereich gibt und warum jetzt dringend wieder Vorsorgeuntersuchungen starten sollten, erläutert Professor Christoph Sarrazin, Gastroenterologe und Chefarzt am St.Josefs-Hospital Wiesbaden.

Corona und Kinder – Was dazu bekannt ist

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Sind (Klein-)Kinder in der Corona-Pandemie nun eher Virus-Super-Spreader oder eher eine besonders vulnerable Gruppe? Die Datenlage ist bislang noch sehr dünn. Doch vieles deutet nun darauf hin, dass sie weder besonders leicht durch SARS-CoV-2 angesteckt werden können, noch bei einer Erkrankung – selbst bei Grunderkrankungen wie Krebs – durch einen schweren COVID-19-Verlauf gefährdet sind, wie Professor Angelika Eggert, Direktorin der Klinik für Pädiatrie an der Charité Berlin erläutert. Und wie steht es um die Weitergabe der Viren an andere? Im Podcast fasst sie die aktuell wichtigsten Forschungsdaten zusammen und erläutert, an welcher Stelle noch Wissenslücken klaffen und warum es gerade deshalb wichtig ist, mit der Wiedereröffnung von KITAS und Grundschulen jetzt zügig zu starten.

Warum das Krankenhausentlastungsgesetz Unikliniken nicht reicht

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Für jeden gegenüber dem Vorjahr nicht stationär behandelten Patienten erhalten die Krankenhäuser eine Pauschale in Höhe von 560 Euro pro ausgebliebenen Patienten und Tag. Das sieht das Krankenhausentlastungsgesetz vor. Doch gerade für den Universitätskrankenhausbetrieb ist das nicht ausreichend, kritisiert Professor Jochen Werner, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Essen. Im Podcast-Gespräch mit Matthias Wallenfels aus dem Wirtschaftsressort der Ärzte Zeitung erläutert er, warum eine Nachbesserung dringend nötig ist. Außerdem berichtet er, wo die Corona-Krise – zumindest was die Telemedizin angeht – den Abläufen am Essener Universitätsklinikum einen deutlichen Schub gegeben hat, die es ohne die Pandemie so nicht gegeben hätte. Er spricht von einem „begeisternden Moment“, der die Belegschaft mit erfasst habe.

Warum Hausärzte sich nackig machen

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In der Coronavirus-Pandemie war Schutzausrüstung sehr schnell Mangelware. Besonders betroffen: Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen und Krankenhäuser. Doch gerade die niedergelassenen Ärzte, ganz besonders die Hausärzte bekommen die Krankheitswelle direkt zu spüren. Gesundheitsminister Jens Spahn nannte sie sogar den "Schutzwall".

Doch wie sollen sie Corona-Infizierte und all ihre anderen Patienten versorgen, wenn selbst Handschuhe auf einmal rar werden? Um auf ihre Lage aufmerksam zu machen, haben Hausärzte in der ganzen Republik angefangen, sich auszuziehen, ja nackig zu machen.

Ihre Botschaft der Aktion "Blanke Bedenken" (www.blankebedenken.org): "Wenn uns das Wenige, was wir haben, ausgeht, dann sehen wir so aus."

Warum sie sich ausgezogen haben, das erzählen im "ÄrzteTag"-Podcast zwei Hausärzte: Allgemeinmedizinerin Jana Husemann aus Hamburg und Allgemeinmediziner Ruben Bernau aus Hambergen.

Sie lassen auch keine gutes Haar am Schlingerkurs in Sachen telefonischer Arbeitsunfähigkeit. Und sie erklären, warum selbst bei einer dauerhaften Möglichkeit der Telefon-AU sie keine Sorge vor einem Absinken ihres Honorars haben.

Ärger ums Kurzarbeitergeld für Ärzte

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Nach einer aktuellen Weisung der Bundesagentur für Arbeit, dürfen Vertragsärzte auf den Topf für Kurzarbeit nicht zugreifen. Die Begründung: Die im März beschlossenen Ausgleichszahlungen für Vertragsärzte wirkten bereits wie eine Betriebsaufallversicherung. Das hat in der Ärzteschaft für einiges Unverständnis und etliche Leserbriefe gesorgt. Und auch der Vorsitzende des Virchowbund Dr. Dirk Heinrich möchte das nicht unkommentiert lassen. Im Podcast-Gespräch erläutert er, warum auch viele niedergelassene Kollegen durchaus Kurzarbeitergeld benötigen.

Über diesen Podcast

ÄrzteTag - der Podcast der "Ärzte Zeitung". Wir blicken kommentierend und persönlich auf den Tag, wichtige Ereignisse und Meilensteine. Wir laden Gäste ein, mit denen wir über aktuelle Ereignisse aus Medizin, Gesundheitspolitik, Versorgungsforschung und dem ärztlichen Berufsalltag reden.

von und mit Ärzte Zeitung

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